Automatisierte Steuererklärung gefordert
Der Verein „Bürgerbewegung Finanzwende“ hat sich für eine weitgehend automatisierte Steuererklärung für Arbeitnehmer ausgesprochen. Die Geschäftsführerin des Vereins, Anne Brorhilker, erklärte im „Interview der Woche“ der ARD, dies sei „genau der richtige Weg“. Sie bezog sich dabei auf einen entsprechenden Vorschlag der Deutschen Steuergewerkschaft.
Entlastung für Bürger und Behörden
Brorhilker bezeichnete die automatisierte steuererklärung als „Win-win-Situation für beide seiten“.Zum einen würden die Bürger entlastet, zum anderen könnten die Steuerbehörden ihr Personal gezielter einsetzen. nach Ansicht der ehemaligen Staatsanwältin könnten die Behörden ihre Mitarbeiter dort einsetzen, wo sie wirklich gebraucht werden, statt sie mit „Kleinkram“ zu beschäftigen.
Personalmangel in verschiedenen Bereichen
Brorhilker wies darauf hin, dass es sowohl bei der Justiz, der Polizei als auch bei der Steuerfahndung an personellen Ressourcen fehle. Auch im Bereich der Betriebsprüfungen sei der Personalmangel spürbar.Sie sprach sich dafür aus, als kurzfristige Maßnahme Betriebsprüfer des Bundes auf die Länder zu verteilen, um Steuerbetrug durch Unternehmen der Finanzbranche zu bekämpfen.
Weitere Herausforderungen im Steuervollzug
Neben dem Personalmangel sieht Brorhilker weitere Probleme beim Vollzug der steuergesetze. Die technische Ausstattung sei häufig veraltet, und es fehle an einer einheitlichen IT-Infrastruktur zwischen Bund und Ländern. Dies erschwere den Austausch zwischen den Behörden.Aus Sicht von Brorhilker besteht daher weiterhin ein geringes Entdeckungsrisiko für potenzielle Täter in diesem Bereich.