EU-Länder vereinbaren Vorgehen gegen Arzneimittel-Knappheit

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Die Gesundheitsminister der 27 EU-Länder haben sich auf Maßnahmen geeinigt, um Engpässe bei Medikamenten künftig zu verhindern

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Die Gesundheitsminister der 27 EU-Länder haben sich auf neue maßnahmen geeinigt, um künftige Engpässe bei Medikamenten zu verhindern. Grundlage ist die geplante Verordnung mit der Bezeichnung Critical Medicines Act (CMA), die die Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit von arzneimitteln in der Europäischen Union verbessern soll. Im Fokus stehen dabei wichtige Medikamente wie Antibiotika, Insulin und Schmerzmittel.

Ziele des Critical Medicines Act

Der Critical Medicines Act soll Engpässe bei wichtigen Medikamenten bekämpfen und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten stärken. die neuen Regeln sehen vor, die Lieferketten zu diversifizieren, kollaborative Beschaffungsmodelle zu erleichtern und Anreize zur Steigerung der pharmazeutischen Produktion in EU-Ländern zu schaffen.

Die dänische Gesundheitsministerin Sophie lohde erklärte, man habe einen wichtigen Schritt unternommen, um sicherzustellen, dass europäische Patienten Zugang zu den benötigten Medikamenten haben. Das Gesetz über kritische Arzneimittel solle die Verfügbarkeit lebenswichtiger Medikamente verbessern, Engpässe verringern und eine widerstandsfähigere Lieferkette für kritische Gesundheitsprodukte in ganz Europa schaffen.

Änderungen bei Beschaffung und Produktion

Leitlinien und Produktionsstandorte

Die vom Rat eingeführten Hauptänderungen betreffen die Beschaffung kritischer Medikamente und ihrer Wirkstoffe. Eine neue Anforderung sieht vor,dass die Europäische Kommission Leitlinien herausgeben soll,um den Mitgliedstaaten zu helfen festzustellen,ob ein kritisches Medikament oder ein Wirkstoff in der EU produziert wurde.

Informationsaustausch und gemeinsame Beschaffung

In den Verhandlungen wurde zudem der Informationsaustausch über notfallbestände von Arzneimitteln erleichtert. Die Bestimmungen zur gemeinsamen Beschaffung wurden gestrafft. Die Mindestanzahl der Mitgliedstaaten,die einen gemeinsamen Antrag an die Kommission stellen müssen,wurde von neun auf sechs reduziert.

Zusätzlich wurde eine verpflichtung eingeführt,im öffentlichen Beschaffungswesen für kritische Medikamente Kriterien zur Resilienz zu verwenden.

Weiteres Verfahren im Gesetzgebungsprozess

Sobald das Europäische parlament seinen Standpunkt festgelegt hat, werden die Verhandlungen zwischen den EU-Institutionen fortgeführt. Ziel ist es, sich auf den endgültigen Wortlaut des Critical Medicines Act zu einigen.

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