Kritik an Antizionismus-Beschluss
Der Bundesgeschäftsführer der Linken,Janis Ehling,hat den Antizionismus-Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes seiner Partei scharf kritisiert. „Der Beschluss ist Murks. Der ist auch inhaltlich falsch“, sagte Ehling im Magazin „Politico“. Er betonte, dass es zwar richtig sei, sich von einem „rechten Zionismus“ abzugrenzen, etwa im Hinblick auf die aktuelle israelische Regierung, eine pauschale Ablehnung des Zionismus jedoch zu weit gehe.
Debatte über Antisemitismus
Ehling wies den Vorwurf zurück,die Partei habe ein grundsätzliches Antisemitismus-Problem,räumte jedoch eine „Einseitigkeit“ in Teilen der Partei ein. „An dem Beispiel sieht man sehr gut, dass wir ein großes Problem gerade mit einer Einseitigkeit haben“, sagte er. Viele neue, vor allem junge Mitglieder hätten sich über den Gaza-Krieg politisiert und nähmen diesen vor allem über soziale Medien wahr.
Diskussion um Gregor Gysi
In der parteiinternen Debatte um Aussagen von Gregor Gysi wies Ehling den Vorwurf zurück,Antisemitismus werde innerhalb der Linken vor allem von migrantischen Mitgliedern getragen. „Die aussagen sind einfach nicht richtig“,erklärte er. Statt einer geforderten antirassistischen Weiterbildung für Gysi plädierte Ehling für Dialog. „Ich glaube, es wäre gut, wenn sich Gregor Gysi auch mit den migrantischen Genossen mal zusammensetzt und sie die unterschiedlichen Perspektiven einfach miteinander austauschen“, so Ehling.











