BMW-Chef fordert schnelle Umsetzung des Zollabkommens
BMW-Chef Oliver Zipse drängt auf eine zügige Verabschiedung des Zollabkommens zwischen der EU und den USA. Das Abkommen,das im vergangenen Sommer in Schottland ausgehandelt wurde,sieht vor,dass die USA ihre Zölle auf EU-Waren auf 15 Prozent begrenzen,während die EU ihre Zölle auf null Prozent senken würde. „Lasst uns den Turnberry-Deal auch auf der europäischen Seite endlich umsetzen“, sagte Zipse der „Süddeutschen Zeitung“.
Kritik an Brüsseler Verhandlungsstrategie
Zipse kritisierte die aktuelle Situation, in der BMW sowohl 15 Prozent Zölle für Importe in die USA als auch zehn Prozent Zölle für Fahrzeuge aus dem US-Werk in South Carolina nach Europa zahlt. Er forderte mehr Stabilität und Geschwindigkeit in den brüsseler Verhandlungen. „Viele hadern zurzeit mit der Brüsseler Verhandlungsstrategie“, so Zipse.
Appell an die deutsche Wirtschaft
Der BMW-Chef äußerte sich auch kritisch zur deutschen Wirtschaft. „Mich ärgert das fehlende Selbstbewusstsein, das in Deutschland leider gerade sehr ausgeprägt ist“, sagte Zipse. Er betonte die Stärke europäischer Unternehmen und forderte mehr Mut und Tatkraft statt Beschwerden.
Folgen des Iran-Kriegs und Benzinpreise
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf BMW sind laut Zipse derzeit gering. „Unsere Versorgung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht beeinträchtigt“, erklärte er. Bezüglich der steigenden Benzinpreise sieht Zipse keine sofortige Verschiebung der Nachfrage hin zu E-Autos. Er warnte vor einfachen Kausalzusammenhängen und wies darauf hin, dass viele Faktoren die Nachfrage beeinflussen.











