Verdienstungleichheit zwischen Männern und Frauen bleibt 2025 unverändert
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat mitgeteilt, dass die Verdienstungleichheit zwischen Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt im Jahr 2025 unverändert geblieben ist. Der sogenannte Gender Gap arbeitsmarkt lag mit 37 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.
Gender Pay Gap
Der unbereinigte Gender Pay Gap betrug im Jahr 2025 16 Prozent. Frauen verdienten demnach 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Knapp zwei Drittel der Verdienstlücke lassen sich durch die verfügbaren Merkmale erklären. Der unerklärte Teil entspricht einem bereinigten Gender Pay Gap von sechs Prozent.
Teilzeitquote und Arbeitsstunden
Eine wesentliche Ursache für die Verdienstunterschiede ist die höhere Teilzeitquote von Frauen. Männer arbeiteten 2025 durchschnittlich gut 34 Stunden pro Woche, während Frauen knapp 28 Stunden pro Woche arbeiteten. Frauen brachten somit 18 Prozent weniger Zeit für bezahlte Arbeit auf als Männer, was als Gender Hours Gap bezeichnet wird.
Erwerbsbeteiligung
Unterschiede bestehen auch in der Erwerbsbeteiligung. Im Jahr 2024 gingen knapp 74 Prozent der Frauen einer bezahlten Arbeit nach, bei den Männern waren es rund 81 Prozent. Der Gender employment Gap sank im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf acht Prozent.
Regionale Unterschiede
Auf Ebene der Bundesländer zeigt sich ein geteiltes Bild. In den östlichen Bundesländern fiel der Indikator für die erweiterte Verdienstungleichheit 2025 mit 22 Prozent geringer aus als im Westen (39 Prozent). Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete den niedrigsten Wert mit 17 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 20 Prozent. In den westlichen Bundesländern war der Wert höher, am höchsten in Baden-Württemberg und Bayern mit 41 prozent.
Ein wesentlicher Grund für das Ost-West-Gefälle ist die historisch bedingte höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen in den östlichen Bundesländern. Dort arbeiten Frauen häufiger in Vollzeit, was zu geringeren Gender Gaps führt.











