Umweltbundesamt: Hohe Kosten durch Treibhausgasemissionen
Die 2024 in Deutschland freigesetzten Treibhausgasemissionen verursachen Schäden in Höhe von mehr als 640 Milliarden Euro. Dies geht aus neuen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) für das „Handbuch Umweltkosten“ hervor.
Erhebliche Schäden durch Emissionen
„Die Berechnungen nach dem neuen Handbuch zeigen, welche enormen Schäden unsere Emissionen bei uns und weltweit verursachen“, erklärte UBA-Präsident Dirk Messner am Dienstag. Er betonte die Bedeutung des Klimaschutzes als zentrale wirtschaftliche und soziale Vorsorge. Jede eingesparte Tonne Treibhausgase reduziere reale Schäden an Gesundheit, Wohlstand, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.
Schadenskosten und CO2-Preis
Für das Jahr 2026 prognostiziert das UBA Schadenskosten von 1.000 Euro pro Tonne CO2, wenn das Wohlergehen der heutigen und zukünftigen Generationen gleich gewichtet wird. Der aktuelle CO2-Preis im nationalen Emissionshandel für Heizöl, Benzin und Diesel liegt hingegen bei 55 bis 65 Euro pro Tonne.
Nutzen vorbeugender Maßnahmen
Das Umweltbundesamt betont,dass die Berechnungen helfen,den Nutzen vorbeugender Maßnahmen besser zu bewerten und in politische sowie wirtschaftliche Entscheidungen einzubeziehen. Im öffentlichen Bereich lassen sich so die folgen neuer Gesetze oder von Infrastrukturinvestitionen besser abschätzen. Unternehmen können die Berechnungen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Abwägung von Investitionsentscheidungen unterstützen.










