Kritik an Steuerentlastungsvorschlag der Union
Wirtschaftsweisen-Chefin Monika Schnitzer hat den Vorschlag der Union zur Entlastung der Steuerzahler mit mittleren Einkommen als teuer und wenig sinnvoll kritisiert.“Eine spürbare Entlastung über die Einkommensteuer zu erreichen,wird schnell sehr teuer“,sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“.
Finanzielle Auswirkungen
Schnitzer betonte, dass allein die Anhebung der grenze für den Spitzensteuersatz einen zweistelligen Milliardenbetrag im Jahr kosten könne. Eine Normalverdiener-Familie würde durch den Vorschlag lediglich um 13 Euro im Monat entlastet.
Steigende Sozialversicherungsbeiträge
Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung seien stark gestiegen. Die vorgeschlagene Steuerentlastung entspreche der Mehrbelastung durch gestiegene Zusatzbeiträge bei der Krankenversicherung. Schnitzer plädiert für Reformen bei den Sozialversicherungen, um diese Belastungen abzuwenden.
Koalitionsvertrag und Haushaltslöcher
Die Koalition habe steuerliche Entlastungen angekündigt, was angesichts steigender Sozialversicherungsbeiträge auf Zustimmung stoße. Schnitzer wies jedoch auf große Haushaltslöcher hin, die durch Ausgaben für Einzelinteressen entstanden seien, wie die Anhebung der Mütterrente oder die Senkung der Gastro-Mehrwertsteuer.











