Einleitung
2025 wurden in Deutschland alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten. Dies teilte das Umweltbundesamt (UBA) nach einer vorläufigen Auswertung von Messdaten von rund 600 Stationen mit. Dennoch bleibt Deutschland von den strengeren Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfernt.
Hauptteil
Für feinstaub ist es das achte Jahr in Folge, dass die EU-Vorgaben von maximal 25 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel erfüllt werden. Bei Stickstoffdioxid wurde die Obergrenze von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter das zweite Jahr in folge eingehalten.Die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid lag jedoch über der der Vorjahre.UBA-Präsident Dirk messner erklärte: „Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Es bedarf dennoch weiterer Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität.“
Ab 2030 müssen strengere Grenzwerte der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie eingehalten werden. Der Stickstoffdioxid-Grenzwert wird von 40 auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter und der Feinstaub-Grenzwert PM2,5 von 25 auf 10 Mikrogramm pro Kubikmeter gesenkt.
Langfristig sollen die Grenzwerte an die WHO-richtwerte angepasst werden.Die neuen Richtlinien sehen vor, dass die Grenzwerte bis Ende 2030 und danach alle fünf Jahre überprüft werden. Bis 2050 soll die Luftverschmutzung so weit reduziert werden, dass sie nicht mehr schädlich für Mensch und Umwelt ist.
Messner betonte: „Die neuen europäischen Grenzwerte nähern sich zwar nur schrittweise den WHO-Empfehlungen an. Dennoch führt jede Verbesserung der luftqualität dazu, dass das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung sinkt.“
hintergrund
Die aktuellen Luftmessdaten des Jahres 2025 zeigen, dass bei Stickstoffdioxid rund 39 Prozent der Messstationen und bei Feinstaub PM2,5 etwa 18 Prozent die Zielwerte für 2030 noch nicht erreichen. Das UBA schätzt, dass bis 2030 die meisten Grenzwerte eingehalten werden, mit Ausnahmen bei PM2,5 und NO2.
Nach Berechnungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) führt Luftverschmutzung jährlich zu 180.000 Todesfällen in der EU. Besonders Menschen mit Vorerkrankungen sollten bei hoher Luftschadstoffbelastung informiert werden, um ihr Verhalten anzupassen. das UBA bietet in seiner App „Luftqualität“ Warnungen und Verhaltenstipps, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.











