Rückgang der alkoholbedingten Klinikaufenthalte
In Deutschland führt Alkoholmissbrauch immer seltener zu Klinikaufenthalten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden 2024 rund 283.500 Patienten aufgrund einer ausschließlich durch Alkohol bedingten Diagnose stationär behandelt. Dies entspricht einem Rückgang von 28,9 Prozent im Vergleich zu 2014, als 398.500 Menschen betroffen waren.
Entwicklung der Fallzahlen
Die Fallzahlen erreichten 2024 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Der Anteil der alkoholbedingten Diagnosen an den gesamten Krankenhausbehandlungen sank von 2,0 Prozent im Jahr 2014 auf 1,6 Prozent im Jahr 2024. Insgesamt ging die Zahl der Krankenhausbehandlungen um 8,6 Prozent auf 17,9 Millionen Fälle zurück.
Geschlechterverteilung
Männer sind häufiger betroffen als Frauen.2024 waren 207.900 oder 73,3 Prozent der Behandelten Männer, während 26,7 Prozent Frauen waren.
Häufigste Ursachen
Alkoholabhängigkeit war 2024 mit 42,5 Prozent (120.400 Fälle) die häufigste Ursache für eine alkoholbedingte stationäre Behandlung. Ein akuter Rausch war in 21,1 Prozent der Fälle (59.700) der Grund, gefolgt von Entzugssyndromen mit 14,7 Prozent (41.800 Fälle). Alkoholbedingte Erkrankungen des verdauungssystems wie leberschäden (13,0 Prozent oder 36.900 Fälle) und Bauchspeicheldrüsenschäden (5,2 Prozent oder 14.700 Fälle) folgten.
Rückgang in Altersgruppen
Die Zahl der alkoholinduzierten Behandlungen ging in fast allen Altersgruppen zurück. Besonders stark war der Rückgang bei den 10- bis 19-Jährigen mit 58,5 Prozent. Bei den 20- bis 39-Jährigen sank die Zahl um 27,6 Prozent, bei den 40- bis 59-Jährigen um 35,2 Prozent. In der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen war der Rückgang mit 1,4 Prozent am geringsten. Bei den über 80-Jährigen stieg die Zahl der Fälle um 22,4 Prozent.
Alkoholbedingte Todesfälle
2024 starben in Deutschland rund 14.400 Menschen an direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführenden Erkrankungen, 2,1 Prozent mehr als 2014. Drei Viertel der Verstorbenen waren Männer.Die altersstandardisierte Zahl der alkoholbedingten Sterbefälle je 100.000 Einwohner sank um 3,4 Prozent von 17,8 Fällen im Jahr 2014 auf 17,2 Fälle im jahr 2024.











