Steigende Besoldungswidersprüche in NRW
Immer mehr Beamte in Nordrhein-Westfalen zweifeln an der Rechtskonformität ihrer Bezahlung durch das Land. Die Zahl der Besoldungswidersprüche hat sich im Vergleich zu 2022 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2025 wurden rund 102.000 Widersprüche verzeichnet, wie die „Neue Westfälische“ unter Berufung auf das NRW-Finanzministerium berichtet.
Entwicklung der Widersprüche
im Jahr 2024 wurden knapp 54.000 Widersprüche eingereicht, 2023 waren es rund 61.000 und 2022 etwa 50.000. Insgesamt gibt es laut Statistischem Landesamt 282.000 Landesbeamte in NRW.
Kritik an Besoldungsregelungen
Das Land NRW steht wegen seiner Besoldungspolitik in der Kritik. Seit 2024 wird nicht mehr davon ausgegangen, dass der Beamte Alleinverdiener ist. stattdessen wird ein „fiktives Partnereinkommen“ von 538 Euro in die Besoldung einberechnet. Beamte ohne Partnereinkommen müssen einen Ergänzungszuschlag beantragen. Experten halten diese Regelung für rechtswidrig.
Klagen gegen Bescheide
Die Widersprüche für das Jahr 2022 wurden zuletzt negativ beschieden. Daraufhin sind bis Anfang Februar 1.725 Klagen zur amtsangemessenen Alimentation 2022 eingegangen, wie das Finanzministerium mitteilt.











