CDU-Spitzenkandidat Hagel fordert längere Arbeitszeiten
Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg, hat sich für längere Arbeitszeiten und einen späteren Renteneintritt ausgesprochen. Er erklärte dem „Handelsblatt“, dass Deutsche rund 200 Stunden weniger als Schweizer arbeiteten. Hagel fordert Anreize für Mehrarbeit, etwa durch steuer- und sozialabgabenfreie Überstunden.Zudem mahnte er eine Rentenreform an und betonte, dass aufgrund der steigenden Lebenserwartung ein Arbeiten bis 70 oder länger notwendig werde.
Kritik an SPD und Erbschaftsteuer
hagel kritisierte die SPD, den Koalitionspartner der CDU im Bund, und warf ihr vor, die Wirtschaft zu schädigen. Er bezeichnete die Idee der SPD zur Erhöhung der Erbschaftsteuer als „Gift für den Standort“.Eine Reform der Erbschaftsteuer könne es nur mit einer „Regionalisierung“ geben, bei der die Länder den Steuersatz selbst festlegen könnten. Dies würde den föderalen Wettbewerb zwischen den deutschen Ländern beleben und auf die Belange der Mittelständler Rücksicht nehmen.
Warnung vor Deindustrialisierung
Angesichts der anhaltenden Konjunkturkrise sieht Hagel die deutsche Wirtschaft in ihrem Kern bedroht. Er warnte vor einer „schleichenden deindustrialisierung“ und zog einen Vergleich zur US-Autoindustrie in Detroit. Um die deutsche Industrie vor den „Kampfpreisen“ der chinesischen Konkurrenz zu schützen, seien politische Gegenmaßnahmen nötig, einschließlich eigener europäischer Zölle.










