Förderprogramm zur Renaturierung von Flussauen
Das Bundesumweltministerium hat ein neues Förderprogramm zur Renaturierung von Auen kleinerer Flüsse gestartet. Dafür stehen 59 Millionen Euro zur Verfügung. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass Wasserläufe als Lebensadern betrachtet werden sollten. Er räumte ein,dass der bisherige Umgang mit Flüssen ein Fehler war,der nun korrigiert werden müsse.
Handlungsdruck durch Trockenheit
Schneider verwies auf die aktuelle trockenheit als Grund für den Handlungsdruck.Trotz Schnee und Minusgraden gebe es seit Monaten zu wenige Niederschläge, was in vielen Regionen zu einer Winterdürre führe.
details zum Förderprogramm
Das Programm fördert die Wiederherstellung von Lebensräumen an Flüssen sowie den Rück- oder Umbau von Entwässerungen. Antragsberechtigt sind Kommunen, Naturschutzverbände und Landesbehörden. Die Webseite zur Antragsstellung wird derzeit eingerichtet.
Ergänzung bestehender Maßnahmen
Die neue Förderung ergänzt ein seit 2019 bestehendes Programm zur Renaturierung von Auen an Bundeswasserstraßen. In den letzten Jahrzehnten wurden viele Flüsse in Kanäle verwandelt, was zu einem Rückgang der Artenvielfalt führte. Schneider erklärte, dass die Abflachung von Ufern und die Wiederanbindung von Auen die Rückkehr von Insekten, Molchen und kleinen Fischen fördern könne.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Neben ökologischen Vorteilen sieht Schneider auch wirtschaftliche Vorteile. Besonders das Berliner Umland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern seien von niedrigen Grundwasserspiegeln betroffen. die Renaturierung von Flussauen und die Wiedervernässung von mooren seien unerlässlich,um die wasserversorgung und die Landwirtschaft zu sichern. Auch Industriezweige wie die Chemie und Chiphersteller seien auf ausreichend wasser angewiesen.











