Absatzentwicklung der Heizungsindustrie
Die Heizungsindustrie in Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr einen Absatz von 627.000 Geräten. dies ist der niedrigste Stand seit 2010. Nach einem bereits starken Rückgang im Vorjahr sank der Absatz über alle Geräteklassen um zwölf prozent. Diese Zahlen stammen aus der Jahresbilanz des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.
Rückgang bei Gas- und Ölheizungen
Der bisherige bestseller der Branche, der Gas-Brennwertkessel, verkaufte sich nur noch 229.000 mal, was einem Rückgang von 36 Prozent entspricht. der Absatz von Ölheizungen, der durch den russischen Angriffskrieg 2022 beeinflusst wurde, brach um 74 prozent ein. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 22.500 Kessel verkauft.
Zuwächse bei Biomasse-Heizungen und Wärmepumpen
Ein Verkaufsplus von 23 prozent wurde bei Biomasse-Heizungen verzeichnet, insbesondere bei Holzpellet-Öfen, die um 38 Prozent zulegten. Dennoch machen die 29.000 verkauften Biomasse-Verbrenner weniger als fünf Prozent des Marktes aus. Wärmepumpen hingegen erlebten einen deutlichen Anstieg. Mit 299.000 verkauften Geräten und einem Plus von 55 Prozent verdrängten sie den Gas-Brennwertkessel von der Spitzenposition der beliebtesten Wärmeerzeuger in Deutschland. im Gebäudebestand dominiert jedoch weiterhin die Gasheizung.
Wirtschaftliche Herausforderungen
Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des BDH, bezeichnet die Lage der Heizungsindustrie als schwierig und fordert von der Regierung stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen. Andernfalls seien personelle Maßnahmen wie Stellenabbau und Kurzarbeit zu erwarten.











