ACE zweifelt an Kostensenkung beim Führerscheinerwerb
Der Auto Club Europa (ACE) geht nicht davon aus, dass die geplanten Maßnahmen von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Führerscheinerwerb günstiger machen werden. „Dass die Kosten spürbar zurückgehen, ist nicht zu erwarten“, sagte ACE-Experte marc-Philipp Waschke-Deden dem „Stern“.Der Club fordert einen direkten Zuschuss von 500 Euro für die Fahrausbildung.
Warnung vor Verzögerungen
Der ACE warnt davor, den Führerscheinerwerb in der Hoffnung auf sinkende Preise zu verschieben. Die Wahrscheinlichkeit, dass es kurzfristig deutlich günstiger werde, sei gering, so der Verband.
Geplante Reformen
bundesverkehrsminister Patrick schnieder (CDU) plant, die Präsenzpflicht im theorieunterricht abzuschaffen und digitales Lernen zu ermöglichen. Pflichtfahrten könnten teilweise reduziert oder durch Simulatoren ersetzt werden. Zudem sollen nahestehende Personen fahrschüler stärker unterstützen dürfen. Mehr Transparenz ist vorgesehen: Durchfallquoten und Preise sollen online einsehbar sein. Das Reformpaket soll im Frühjahr 2026 beschlossen werden.
Qualitätssicherung und Fachkräftemangel
Der ACE hält die Schritte für sinnvoll, mahnt jedoch an, die Qualität der Ausbildung zu sichern. Waschke-Deden sieht zudem Nachholbedarf beim Berufsbild des Fahrlehrers. Unattraktive Arbeitszeiten, fehlende Teilzeitmodelle und ein niedriger Frauenanteil verschärften den Fachkräftemangel. „Dieses Problem blendet der Minister bislang aus“,kritisierte Waschke-Deden.











