Debatte um Teilzeit-Rechtsanspruch in der CDU
Die Diskussion über die Abschaffung des rechtsanspruchs auf Teilzeit, initiiert vom wirtschaftsflügel der CDU, hat an Dynamik gewonnen. Auf dem Bundesparteitag der Christdemokraten Ende Februar soll ein Antrag mit dem Titel „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“ zur Abstimmung stehen.
Stimmen aus der Politik
Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte der SPD, betonte die Bedeutung von Teilzeitbeschäftigten, insbesondere Frauen, die Kinder, Eltern oder Pflegebedürftige betreuen. Sie forderte bessere Rahmenbedingungen für Vollzeitarbeit, einschließlich flächendeckender Kinderbetreuung und bezahlbarer Pflege.
Unterstützung und kritik
Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) unterstützt den Vorschlag. IW-experte Holger Schäfer erklärte, der Rechtsanspruch sei ein Anachronismus aus Zeiten der Massenarbeitslosigkeit. Arbeitnehmer könnten auch ohne gesetzlichen anspruch Teilzeit vereinbaren.
Innerhalb der CDU gibt es jedoch auch Widerstand.Sebastian Lechner, CDU-Präsidiumsmitglied und Chef der Niedersachsen-CDU, lehnte den Vorschlag ab. Er betonte die Notwendigkeit, unterschiedliche Lebensrealitäten zu berücksichtigen, und forderte verlässliche Kinderbetreuung sowie bessere Unterstützung in der Pflege. Den bestehenden anspruch auf teilzeit solle man nicht antasten.











