Verbandsreaktionen auf neue E-Auto-Prämie
Nach der Vorstellung der Eckpunkte zur neuen E-Auto-Prämie durch Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) zusätzliche Maßnahmen gefordert, um Elektroautos für Verbraucher attraktiver zu machen.
forderungen des Verbands der Automobilindustrie
VDA-Präsidentin hildegard Müller bezeichnete die neue E-Auto-Förderung in der „Rheinischen Post“ als einen grundsätzlich positiven schritt, der jedoch nur ein Baustein zur Unterstützung des Markthochlaufs sein könne. Für einen nachhaltigen hochlauf der Elektromobilität seien nach ihren Worten eine gute Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur, günstiger Ladestrom, weitere Nutzervorteile sowie gute Standortbedingungen für die Unternehmen entscheidend.
Müller warnte, diese Aspekte dürften nicht aus dem Blick geraten, sonst bleibe die Förderung ein Strohfeuer ohne nachhaltige Wirkung.
kritik von Grünen-Chef Felix Banaszak
Grünen-Chef Felix banaszak äußerte sich in der „Rheinischen Post“ kritisch zu den Plänen von Umweltminister Schneider. Er begrüßte, dass die Regierung Merz eine sozial ausgewogene Förderung aufgreife, sah aber erhebliche Probleme bei der Umsetzung.
Unklarheit in der Koalition
Banaszak kritisierte, eine groß angekündigte und dann kurzfristig wieder verschobene Prämie schaffe kein Vertrauen. Dies werfe die Frage auf, wie belastbar die Einigung in der Koalition sei. Der richtige Ansatz drohe im Abstimmungsprozess der Koalition unterzugehen.
Inhaltliche Einwände
Inhaltlich bemängelte Banaszak, die Förderung sei weder gezielt mit europäischen Herstellern verknüpft, noch sei nachvollziehbar, warum plug-in-Hybride weiterhin unterstützt werden sollten. Er sprach von einem Lippenbekenntnis, solange die Bundesregierung in Brüssel mit ihrem Festhalten am Verbrennungsmotor aus seiner Sicht Fortschritte blockiere.
Wenn Union und SPD es ernst meinten mit der Elektromobilität, könnten Friedrich Merz und seine Kabinettsmitglieder nach Ansicht von Banaszak nicht Woche für Woche Stimmung gegen Elektroautos machen. Andernfalls bleibe von der Förderung nicht mehr als heiße Luft.











