Wohlfahrtsverbände warnen vor Kältetod von Obdachlosen
Angesichts der niedrigen Temperaturen warnt der Paritätische Gesamtverband vor einem möglichen Kältetod von obdachlosen und ruft Kommunen und Länder zu zusätzlichen Hilfen auf. die aktuelle Kältewelle stelle für obdachlose Menschen eine akute Lebensgefahr dar und erfordere sofortiges, koordiniertes Handeln, sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Rock dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).
Forderungen nach zusätzlichen Notunterkünften
Rock forderte, Kommunen und Länder müssten umgehend Notunterkünfte niedrigschwellig zur Verfügung stellen. Gleichzeitig müssten freie Träger ausreichend Geld bekommen. Sozialeinrichtungen seien häufig diejenigen, die vor Ort als erste helfen.
VdK-Präsidentin fordert besseren Schutz
Ähnlich äußerte sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele. Niemand dürfe in der Gesellschaft der Kälte schutzlos ausgeliefert bleiben, sagte sie den Zeitungen. Menschen ohne festen Wohnsitz oder mit prekären Lebensverhältnissen bräuchten unmittelbar Zugang zu sicheren, warmen unterkünften und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten.
Kritik an geplanter Grundsicherung
Zusammenhang von Wohnungslosigkeit und sozialer Not
Bentele erklärte, Wohnungslosigkeit und soziale Not entstünden nicht erst im Winter. Die geplante Grundsicherung spitze die Lage nach ihrer Einschätzung zu.
Warnung vor Einschränkungen bei Wohnkosten
Die neue Grundsicherung verschärfe die Not mancher menschen, sagte Bentele. Die vorgeschlagenen strikten Beschränkungen bei der Übernahme von Wohnkosten durch das Jobcenter und die Möglichkeit, die Kosten der Unterkunft bei Sanktionen komplett zu streichen, würden die Situation nach ihrer Darstellung weiter verschärfen.










