Krone-Gruppe reagiert mit Stellenabbau auf angespannte wirtschaftslage
Die Krone-Gruppe aus dem emsländischen Spelle reagiert auf die angespannte Wirtschaftslage mit Einsparungen im Personalbereich. Nach Angaben von Bernard Krone,Chef des Landmaschinen- und Lkw-Trailer-Herstellers,wurden in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche zeitarbeitnehmer abgebaut.
Reduzierung von Zeitarbeit und befristeten Beschäftigungen
Abbau von Zeitarbeitskräften in Spelle
„Es ist richtig, dass wir in den vergangenen zwei Jahren Zeitarbeitnehmer abgebaut haben, sowohl im Nutzfahrzeugbereich als auch in der Landtechnik. Allein hier in Spelle sind das über 450 Zeitarbeitsmitarbeiter weniger als noch in 2023″, sagte Bernard Krone der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Er betonte, das Unternehmen müsse in schwierigen Zeiten schwierige Entscheidungen treffen.
Prüfung von Übernahmen befristet Beschäftigter
Krone erklärte weiter, das Unternehmen prüfe derzeit „sehr genau, ob und wie wir befristete Verträge, Studenten oder Auszubildende in der aktuellen Situation übernehmen können“.Er verwies auf einen bestehenden Handlungsdruck und sagte, der Krone-Gruppe solle es nicht wie anderen Unternehmen aus Nordwestdeutschland ergehen.
Mögliche weitere Maßnahmen und aktuelle Planung
Weitere Optionen bei Verschlechterung der lage
Auch weitergehende Schritte schließt Bernard Krone nicht aus. „Sollte sich die allgemeine Situation in den nächsten Monaten noch verschlechtern, werden wir weitere Optionen prüfen“, sagte er. Für Einheimische könne der derzeitige Sparkurs ein „Kulturschock“ sein, da ein derart rigides Vorgehen bei Krone in der jüngeren Vergangenheit nicht bekannt gewesen sei.
Keine aktuellen Pläne für Massenentlassungen
Massenentlassungen seien aktuell nicht geplant,so Krone. Konkrete Maßnahmen über den bereits erfolgten Abbau von Zeitarbeitskräften hinaus nannte er nicht.
Ursachen der wirtschaftlichen Belastung
Als Ursachen für die angespannte Situation nannte Bernard Krone die Konkurrenz aus China, den Krieg in der Ukraine und die US-Zölle. Hinzu kämen bürokratische Hemmnisse und eine „Regulierungswut der EU“.Diese Faktoren belasteten das Unternehmen, stellten nach Krone jedoch keinen anlass dar, den Standort Deutschland grundsätzlich infrage zu stellen.
ein Grund für eine Abwanderung aus Deutschland sei die aktuelle Lage nicht. „Da müssten noch ganz andere Dinge passieren, dass wir die Unternehmenszentrale ins Ausland verlagern“, sagte er.
Hintergrund zur Krone-Gruppe
Die Krone-Gruppe mit Sitz im emsländischen Spelle in Niedersachsen gehört zu den führenden Herstellern von nutzfahrzeugen und Landtechnik. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro.
Seit der Gründung im Jahr 1906 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Familie Krone.Bernard Krone ist seit 2020 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Holding. Der 48-Jährige führt das Familienunternehmen in vierter Generation. Alle seine vorgänger trugen ebenfalls den Namen Bernard beziehungsweise Bernhard.










