Verbraucherschützer fordern klare Regeln für den Ticket-Zweitmarkt
Tatjana Halm,Referatsleiterin recht und Digitales der Verbraucherzentrale Bayern,hat vor Risiken für Ticketkäufer auf dem Zweitmarkt gewarnt. Der gewerbsmäßige Weiterverkauf von Tickets dürfe kein Geschäftsmodell auf Kosten der Verbraucher sein, sagte sie am Donnerstag. Käufer müssten nachvollziehen können, zu welchem Preis ein Ticket ursprünglich angeboten wurde, von wem es stammt und ob es tatsächlich gültig ist.
Forderungen nach Transparenz und Regulierung
Die verbraucherschützer setzen sich für weitergehende Transparenzpflichten für Online-Marktplätze ein. Dazu gehören verpflichtende Angaben zum Originalpreis und zu Preisaufschlägen. Zudem fordern sie klare Informationspflichten zur Identität der Anbieter, ein effektives Melde- und Abhilfeverfahren bei rechtswidrigen Angeboten sowie wirksame Leitplanken gegen wucherähnliche Preisaufschläge.
Appell an die Bundesregierung
Jutta Gurkmann, Geschäftsbereichsleiterin Verbraucherpolitik im Verbraucherzentrale Bundesverband, betonte die Notwendigkeit einer zügigen Umsetzung der im Koalitionsvertrag beschlossenen verbraucherfreundlicheren regulierung. Die Bundesregierung müsse für klare und verlässliche Rahmenbedingungen sorgen, damit der Fußball-WM und der Festivalsaison kein Ticketärger im Weg steht.



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