Der SC Paderborn steigt in die Fußball-Bundesliga auf. Die Ostwestfalen setzten sich im Relegationsrückspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1 durch, nach einem 0:0 im Hinspiel.
Während es im Hinspiel nur wenige Höhepunkte gab, brauchte das Rückspiel keine Anlaufzeit. Bereits in der 3. Minute ging der VfL mit seinem ersten Angriff durch Dzenan Pejcinovic in Führung. Konstantinos Koulierakis fand auf der linken Seite Adam Daghim, der den Ball in die Mitte zu Pejcinovic brachte. Knapp zehn Minuten später brachte Joakim Maehle allerdings Wolfsburg in Unterzahl. Der Außenbahnspieler sah innerhalb weniger Minuten zwei Mal die Gelbe Karte.
Anschließend zogen die Paderborner ein dominantes Ballbesitzspiel auf. Nachdem die daraus resultierenden Eckbälle nichts einbrachten, war es in der 39. Minute ein Einwurf, der für den Ausgleich sorgte. Calvin Brackelmann verlängerte den Ball auf Filip Bilbija, der aus kurzer Distanz einköpfte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Spielstatik zunächst nichts, die Hausherren ließen aber mehrere hochkarätige Chancen liegen, um das Spiel komplett zu drehen.
Gegen Mitte der zweiten Hälfte schienen dann bei Paderborn die Kräfte etwas nachzulassen und Wolfsburg konnte für etwas Entlastung sorgen. Der SCP versuchte es in der Schlussphase vermehrt mit hohen Hereingaben auf die eingewechselten Zielstürmer Steffen Tigges und Sven Michel. In der Nachspielzeit scheiterte eben das Paderborn-Urgestein Michel noch einmal am Pfosten, sodass es in die Verlängerung ging.
Dort war Michel dann als Vorlagengeber erfolgreicher. Dessen Flanke brachte der sträflich freigelassene Laurin Curda in der 100. Minute im Tor unter. Wolfsburg bemühte sich danach zwar noch um den Ausgleich, SCP-Keeper Dennis Seimen war aber in den letzten Minuten zur Stelle.
Der VfL steigt damit zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte aus der Bundesliga ab, nach 29 Jahren durchgängiger Ligen-Zugehörigkeit. Für Paderborn ist es der dritte Aufstieg ins Fußball-Oberhaus nach 2014 und 2019.



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