Für Giannikis war es im achten Heimspiel als FCS-Coach die erste Niederlage. Während die Gäste trotz des Sieges den Relegationsplatz verpassten und die Spielzeit auf Rang fünf beenden, stand die Partie im Saarland ganz im Zeichen des Abschieds von Manuel Zeitz sowie elf weiteren Akteuren.
Giannikis veränderte seine Startformation im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen. Nico Bretschneider, Robin Bormuth und der scheidende Kapitän Zeitz rückten für Calogero Rizzuto, Sven Sonnenberg und Sebastian Vasiliadis in die erste Elf. Das Spiel begann verhalten, wobei die von Daniel Brinkmann trainierten Rostocker früh die Spielkontrolle übernahmen. In der 24. Minute ging die „Kogge“ in Führung: Nach einem Seitenwechsel von Kenan Fatkic bezwang Maximilian Krauß FCS-Torwart Phillip Menzel mit einem Flachschuss. Zwölf Minuten später bauten die Gäste die Führung aus. Erneut war Krauß der Vorbereiter, dessen Querpass Emil Holten im Strafraum zum 0:2 verwertete (36.). Kurz vor dem Pausenpfiff vergab Tim Civeja nach Vorarbeit von Kai Brünker die beste Chance zum Anschlusstreffer für die Saarländer.
Ehre für den Fußballgott
Nach dem Seitenwechsel und der emotionalen Auswechslung von Zeitz in der 53. Minute drehte Saarbrücken die Partie innerhalb von 16 Minuten komplett. Zunächst verkürzte der eingewechselte Maurice Multhaup nach einem Zuspiel von Florian Pick auf 1:2 (59.). In der 66. Minute erzielte Amine Naïfi nach einer Ecke von Bretschneider und einer Kopfballvorlage von Vasiliadis den Ausgleich. Der FC Hansa, bei dem zur zweiten Halbzeit Max Hagemoser den verletzten Stammkeeper Benjamin Uphoff ersetzt hatte, geriet weiter unter Druck. In der 75. Minute vollendete Civeja ein Zuspiel von Patrick Sontheimer zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung für den FCS.
Die Schlussphase blieb turbulent. Ein individueller Fehler von Bormuth im eigenen Strafraum ermöglichte dem eingewechselten Cedric Harenbrock den Ausgleich zum 3:3 (79.). In der Nachspielzeit traf Saarbrückens Joel Bichsel bei seinem Abschiedsspiel nach einer Flanke von Krauß unglücklich per Kopf ins eigene Netz zum 3:4-Endstand (90.+1). Überschattet wurde die Endphase von einem medizinischen Notfall im Rostocker Fanblock, bei dem ein Zuschauer von der Tribüne stürzte und ins Krankenhaus transportiert werden musste.
Für den 1. FC Saarbrücken steht am Samstag, den 23. Mai, noch das Finale des Saarlandpokals an. Im heimischen Ludwigspark trifft der FCS auf den Regionalligisten FC Homburg.


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