1. FC Saarbrücken verlängert mit Sebastian Vasiliadis 

Stammkraft mit schwieriger Saison bleibt an der Saar

Aktuelles rund um den FCS

Der 1. FC Saarbrücken hat den Vertrag mit Mittelfeldspieler Sebastian Vasiliadis verlängert.

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Der Deutsch-Grieche wird damit auch in der Saison 2026/27 das Trikot des FCS tragen – ein klares Bekenntnis beider Seiten, das angesichts einer wechselvollen Spielzeit durchaus Gewicht hat.

Hintergrund: Wer ist Vasiliadis?

Vasiliadis wechselte im Sommer 2024 vom Zweitliga-Absteiger Hansa Rostock nach Saarbrücken und brachte dabei die Erfahrung von 51 Bundesliga- und 96 Zweitligaspielen mit – für den SC Paderborn, Arminia Bielefeld und Hansa Rostock. Der am 4. Oktober 1997 geborene Spieler gehörte zeitweise auch zum Aufgebot der griechischen Nationalmannschaft und entschied sich laut eigener Aussage bewusst für den Schritt nach Saarbrücken: Er habe sich „nach mehreren Jahren im Abstiegskampf bewusst“ für diesen Wechsel entschieden.

Eine Saison voller Rückschläge – und Comeback-Qualitäten

Die Saison 2025/26 verlief für Vasiliadis alles andere als reibungslos. Verletzungen verhinderten Konstanz: Der technisch starke Mittelfeldspieler verpasste 13 Spiele, erzielte dennoch sechs Tore und lieferte vier Vorlagen in der Saison 2024/25. Auch in der laufenden Spielzeit riss die Verletzungsmisere nicht ab. Im September 2025 musste der FCS personell nachlegen, weil Vasiliadis länger ausfiel – der Verein verpflichtete als Reaktion Kaan Caliskaner.

Dennoch zeigte Vasiliadis immer wieder seine Qualität, wenn er fit war. Beim 1:0-Sieg gegen Ingolstadt am Ostersonntag erzielte er den entscheidenden Treffer – Multhaups Flanke rutschte zu ihm durch, und Vasiliadis musste nur noch den Fuß hinhalten. Auch beim 2:2 in Schweinfurt war er in der Nachspielzeit zur Stelle und sicherte dem FCS noch einen Punkt.

Vasiliadis als Schlüsselfaktor im Abstiegskampf

Der FCS kämpfte die gesamte Rückrunde um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Sechs Tore und vier Vorlagen stehen in seiner Gesamtbilanz beim FCS, obwohl er aufgrund verschiedener Verletzungen nur 24 Spiele bestreiten konnte. Seit seiner Rückkehr aus der Verletzungspause lief es für den FCS offensiv deutlich besser – ein Zusammenhang, den Vasiliadis selbst jedoch bescheiden kommentierte: Er sehe keinen direkten Zusammenhang zu seiner Person, die Mannschaft mache es gemeinsam gut.

Den Klassenerhalt sicherte sich der FCS mit einem 2:0-Sieg gegen Waldhof Mannheim – und plant damit fix ein weiteres Jahr in der 3. Liga.

Sportvorstand Thiele mit klarer Aussage

Sportvorstand Markus Thiele machte bei der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung deutlich, warum der Verein trotz der Verletzungshistorie auf Vasiliadis setzt: „Sebastian hat eine üble Verletzungsgeschichte hinter sich. Aber er hat sich zurückgekämpft – und gezeigt, dass er gesund einer der besten Spieler der Liga ist. Er war eine der positiven Figuren bei uns in den letzten Wochen. Zudem passt er nicht nur menschlich gut ins Team, er hat sich auch klar zu uns bekannt.“

Die Verlängerung ist sportlich nachvollziehbar, aber nicht ohne Risiko. Vasiliadis ist – wenn fit – ein Drittliga-Spieler mit klarer Qualitätsdifferenz zu vielen Mitbewerbern auf seiner Position. Die Frage bleibt, ob er in der neuen Saison endlich die Konstanz findet, die ihm bislang durch Muskelverletzungen verwehrt blieb. Der FCS setzt darauf, dass er es kann.

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