Die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 sind im Saarland zu Ende gegangen. Nach Angaben von Special Olympics Deutschland nahmen vom 15. bis 20. Juni 4.029 Athletinnen teil, darunter 436 Unified Partnerinnen ohne Behinderung sowie zwölf internationale Delegationen. Die Wettbewerbe fanden in 27 Sportarten statt, fünf davon erstmals im Programm der Nationalen Spiele.
Die Eröffnungsfeier im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken besuchten laut Veranstalter rund 16.000 Menschen.
Erstmals landesweite Austragung
Nach Angaben von Special Olympics Deutschland fanden die Nationalen Spiele erstmals in einem gesamten Bundesland statt. Ein grenzübergreifender Wettbewerb führte demnach erstmals nach Frankreich. Bereits vor der Eröffnung wurde nach Veranstalterangaben im Rahmen eines Host Town Programs, das sich an den Special Olympics World Games Berlin 2023 orientierte, der inklusive Gedanke in die Kommunen getragen.
Ein Fackellauf verband Berlin mit dem Saarland und führte durch alle saarländischen Landkreise. Laut Mitteilung nahmen mehr als 20.000 Menschen an den Läufen teil.
Das Saarland habe zudem in den Ausbau barrierearmer Sportstätten und die Sportinfrastruktur investiert, heißt es in der Mitteilung.
Reaktionen der Verbandsvertreter
Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland, äußerte sich zu den Spielen:
„Die Nationalen Spiele im Saarland haben eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn ein ganzes Bundesland Inklusion lebt. Athletinnen und Athleten standen im Mittelpunkt – in den Sportstätten, in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung. Genau darum geht es uns: Special Olympics in Deutschland nachhaltig zu stärken und Menschen mit geistiger Beeinträchtigung die Sichtbarkeit zu geben, die sie verdienen.“
Dennis Mellentin, Vizepräsident Athlet*innen von Special Olympics Deutschland, erklärte:
„Diese Woche hat gezeigt, was passiert, wenn Menschen mit geistiger Beeinträchtigung selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Sie wurden als Sportlerinnen und Sportler wahrgenommen, sie konnten ihr Bestes geben und haben unglaublich viel Wertschätzung erfahren. Ich wünsche mir, dass genau dieses Gefühl weit über die Nationalen Spiele hinaus bleibt – denn Inklusion endet nicht mit der Schlussfeier.“
Berichterstattung und Beteiligung
Nach Angaben der Veranstalter besuchten mehr als 110.000 Menschen die Wettbewerbe vor Ort. Rund 9.700 Schüler*innen sowie 374 Schul- und Fangruppen waren demnach bei den Sportstätten präsent.
An der Berichterstattung beteiligten sich laut Mitteilung acht deutsche Medienhäuser im Rahmen einer Medienallianz. Es habe mehr als 1.200 Veröffentlichungen allein im Juni gegeben, hinzu kamen rund acht Millionen Kontakte über die Social-Media-Kanäle von Special Olympics Deutschland. Die Eröffnungsfeier habe im Saarländischen Rundfunk einen Marktanteil von 14 Prozent erreicht, teilte der Veranstalter mit.
Ehrenamtliche und Gesundheitsprogramm
An der Organisation waren nach Angaben von Special Olympics Deutschland rund 2.500 Volunteers beteiligt, darunter fast 500 Corporate Volunteers aus 21 Unternehmen sowie 77 inklusive Volunteers. 33 Partner und Sponsoren unterstützten die Spiele.
Im Rahmen des Healthy Athletes Programs wurden laut Mitteilung 2.750 Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt, an denen mehr als 1.350 Athlet*innen teilnahmen.



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