Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland sind nach Einschätzung von Verbandspräsidentin Christiane Krajewski erfolgreich verlaufen. In einem Interview zog Krajewski eine positive Bilanz der sechstägigen Veranstaltung und kündigte an, den Verband in den kommenden Jahren weiter ausbauen zu wollen.
Erstmals ein Host Town Program bei Nationalen Spielen
Nach Angaben der Präsidentin nahmen an den Spielen Athletinnen und Athleten aus allen 16 Bundesländern sowie 12 internationale Delegationen teil. Die 27 Sportarten wurden in allen Landkreisen des Saarlandes und mit Beteiligung zahlreicher Kommunen durchgeführt. Erstmals bei Nationalen Spielen gab es ein sogenanntes Host Town Program, bei dem Kommunen ausländische Delegationen einluden und ihnen das Saarland zeigten.
„Wir konnten erstmals ein gesamtes Bundesland sowie das benachbarte Frankreich einbeziehen und zusätzlich zu den Athletinnen und Athleten aus allen 16 Bundesländern 12 internationale Delegationen begrüßen.“
Insgesamt 33 Unternehmen und Institutionen unterstützten die Spiele als Partner und Förderer. 20 davon entsandten Mitarbeitende als sogenannte Corporate Volunteers ins Saarland.
Krajewski: Athletinnen und Athleten als Vorbilder
Krajewski hob die Leistungen der Teilnehmenden besonders hervor.
„Unsere Sportlerinnen und Sportler sind stark, sie sind resilient, sie geben mutig ihr Bestes. Mit ihrer Haltung sind sie Vorbilder für unsere Gesellschaft.“
Als bleibende Wirkung der Spiele nannte Krajewski neben der verbesserten Sportinfrastruktur im Saarland auch Schulprogramme, die Special Olympics Saarland und der Landessportverband für das Saarland gemeinsam initiiert hätten. Laut Krajewski wurden Programme in mehr als 150 Grundschulklassen durchgeführt, die zu inklusiven Freundschaften geführt hätten und weitergeführt werden sollen.
„Daran wollen wir anknüpfen und dieses Engagement für das Sporttreiben von Menschen mit geistiger Behinderung verstetigen.“
Strategieplan für vier Jahre in Arbeit
Für die Zukunft des Verbandes verwies Krajewski auf einen Strategieplan, der im November auf der Mitgliederversammlung verabschiedet werden soll. An dem Prozess seien neben dem Präsidium und der Bundesgeschäftsführung auch die 16 Special Olympics Landesverbände sowie Athletenvertreter beteiligt.
„Wir wollen Special Olympics in Deutschland stärker machen. Angebote sollen leichter zu finden sein, wir wollen mehr Jugendliche als Mitglieder gewinnen und wir wollen die Vielfalt der Angebote vor Ort sichtbar machen.“
Gleichzeitig arbeite der Verband an einer stabileren finanziellen Basis und dem Aufbau inklusiver Teams im Haupt- und Ehrenamt. Als übergeordnetes Ziel nannte Krajewski die Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung – auch in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Arbeit.
Das Interview führte Hartmut Augustin.



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