Stadtwerke starten Umbau der Schaltstation Bahnhof – Investition von über vier Millionen Euro

Bauarbeiten laufen im laufenden Netzbetrieb – Fertigstellung in rund zwei Jahren geplant

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert News & Nachrichten

Die Biosphären-Stadtwerke haben am 30. Juni 2026 den Spatenstich für den Umbau der Schaltstation Bahnhof gesetzt. Das Projekt kostet mehr als vier Millionen Euro und soll die Stromversorgung für die kommenden Jahrzehnte sichern.

Anzeige Stadtwerke Friedrichsthal

Mit einem symbolischen Spatenstich in der Neuen Bahnhofstraße haben die Biosphären-Stadtwerke am 30. Juni 2026 den Umbau der Schaltstation Bahnhof offiziell gestartet. Die Gesamtinvestition beläuft sich nach Angaben der Stadtwerke auf mehr als vier Millionen Euro. Die Bauzeit ist auf etwas mehr als zwei Jahre veranschlagt.

Den Spatenstich nahmen Thomas Diederichs (Leiter Abteilung Verkehr), Reiner Grund (Abteilungsleiter Stromversorgung), Jürgen Bach (Geschäftsführer der Biosphären-Stadtwerke) sowie Sven Schroll von der S.I.G Schroll Ingenieurgesellschaft mbH vor.

Anlage stößt an technische Grenzen

Das Gebäude in der Bahnhofstraße hat eine ungewöhnliche Geschichte: Die Grundmauern stammen aus dem Jahr 1920, als das Bauwerk als Toilettenanlage des Bahnhofs errichtet wurde. Seit 1955 nutzen die Stadtwerke es als Schalthaus, zuletzt wurde es 1989 grundlegend modernisiert. Nach Angaben der Stadtwerke stoße die Anlage heute an ihre technischen und räumlichen Grenzen.

Als Gründe nennen die Stadtwerke den wachsenden Leistungsbedarf durch Wärmepumpen, Elektromobilität und den steigenden Strombedarf moderner Gebäude – darunter auch der neue CISPA-Campus. Da in unmittelbarer Nähe kein geeignetes Grundstück für einen Neubau verfügbar sei, erfolge die Modernisierung am bestehenden Standort.

Umbau in drei Bauabschnitten

Das Projekt wird in drei Bauabschnitten umgesetzt

  1. Errichtung eines neuen Gebäudeteils in der Bahnhofstraße und Inbetriebnahme eines Teils der neuen Mittelspannungsschaltanlage
  2. Rückbau des bisherigen Gebäudes
  3. Errichtung des zweiten Gebäudeteils und vollständige Installation der neuen Schaltanlage sowie Ausstattung mit Fernwirktechnik, Brandmeldeeinrichtungen und einer automatischen Kohlendioxid-Löschanlage

Eine besondere technische Anforderung besteht darin, dass der gesamte Umbau im laufenden Netzbetrieb durchgeführt wird. Mehr als 30 Mittelspannungskabel müssen dabei schrittweise umverlegt werden – aus Gründen der Versorgungssicherheit kann jeweils nur ein Kabel gleichzeitig außer Betrieb genommen werden.

Kapazität wird deutlich ausgebaut

Nach Abschluss der Arbeiten soll die neue Schaltstation über 32 Mittelspannungsschaltfelder auf 20-kV-Ebene verfügen und eine Netzleistung von mehr als 50 Megawatt bereitstellen. Laut Stadtwerken schaffe das die Grundlage, die Stromversorgung auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig weiterzuentwickeln.

Artikel teilen


Anzeige AWO Sulzbach

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen