Egon Irmscher gestorben – St. Ingberts langjähriger Sozialamtsleiter und Steinkünstler ist tot

Der gebürtige Brandenburger prägte zwei Jahrzehnte lang das Sozialamt der Stadt und schuf nach seiner Pensionierung ein steinernes Lebenswerk im eigenen Garten

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert Nachruf Egon Irmscher

Ende Mai ist Egon Irmscher im Alter von 86 Jahren gestorben. Der frühere Leiter des Sozialamtes St. Ingbert war auch als Hobby-Bildhauer bekannt.

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St. Ingbert. Ende Mai ist Egon Irmscher im Alter von 86 Jahren gestorben. Der gelernte Sozialpädagoge hatte die Stadt St. Ingbert über Jahrzehnte geprägt – zunächst als Leiter des städtischen Sozialamtes, später als Hobby-Bildhauer und Steinkünstler.

Irmscher wurde in der Mark Brandenburg geboren und wuchs in Westfalen auf. Nach seinem Studium kam er 1966 nach St. Ingbert, wo er zunächst beim Kreisjugendamt arbeitete. Die Stadt wurde seine endgültige Heimat.

Zwei Jahrzehnte an der Spitze des Sozialamtes

Von 1985 bis 2005 leitete Irmscher das Sozialamt der Stadt St. Ingbert. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer würdigte ihn in einer Mitteilung:

„Egon Irmscher war ein Mensch mit Haltung, Herz und Humor. Ich habe ihn als engagierten Stadtkenner, interessierten Begleiter des Bergbaus und der Heimatgeschichte oder auch als ehrenamtlichen Nikolaus, der über viele Jahre den Kindern in der Kita Luitpoldschule Freude schenkte, kennen und schätzen gelernt. Vieles tat er mit seiner ruhigen und angenehmen Art und mit jener stillen Selbstverständlichkeit, die einen Menschen so wertvoll macht. Er war ein Mensch, der zuhörte und half, wenn er konnte.“

Steinernes Lebenswerk nach der Pensionierung

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand widmete sich Irmscher der Bildhauerei. An der Sommerakademie der Biosphären-VHS St. Ingbert erwarb er unter Anleitung des Bildhauermeisters Hans-Walter Theobald die nötigen Kenntnisse. Fast 20 Jahre lang behaute er nach Angaben der Mitteilung täglich Steine, die er sich zuvor beim Abriss alter Gebäude im Umkreis von St. Ingbert besorgt hatte. Entstanden ist dabei eine weitläufige mediterrane Gartenanlage hinter seinem Wohnhaus.

Auch im öffentlichen Raum hinterließ er Spuren: Der „kleine Stiefel“ auf dem Kreisel Südstraße/Ensheimer Straße geht laut Mitteilung auf seine Mitarbeit zurück. Gemeinsam mit anderen Steinkünstlern entwarf er zunächst ein Modell, das anschließend mit Hammer und Meißel umgesetzt wurde.

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