Saarland – Seit dem Vormittag des 13. Juli 2026 verzeichnet die saarländische Polizei landesweit eine neue Welle von Betrugsanrufen durch falsche Polizeibeamte. Nach Angaben des Innenministeriums wurden bereits mehr als 30 Versuche gemeldet.
Schwerpunkt im Landkreis Saarlouis
Den Schwerpunkt der aktuellen Fälle registriert die Polizei im Landkreis Saarlouis. Dort kam es laut Mitteilung auch zur Vollendung einer Tat: Betroffene übergaben Wertgegenstände im unteren fünfstelligen Bereich.
So funktioniert die Masche
Die Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus. Sie behaupten, Angehörige – Kinder oder Enkelkinder – hätten einen schweren Unfall verursacht und säßen nun in Haft. Anschließend fordern sie eine Kaution, um die vermeintliche Haftstrafe abzuwenden. Dabei nutzen die Täter nach Angaben des Ministeriums gezielt den Schockmoment der Angerufenen aus.
Das Innenministerium stellt klar: Die Polizei holt niemals Geld oder Wertgegenstände an der Haustür ab und fordert auch niemals zur Herausgabe von Bargeld oder zur Übergabe von Vermögenswerten an angebliche Ermittler auf.
Innenminister Reinhold Jost erklärte
„Diese skrupellosen Täter nutzen gezielt das Sicherheitsbedürfnis – insbesondere älterer Menschen – aus. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und verständigen Sie umgehend die Polizei.“
Empfehlungen der Polizei
Die Polizei rät
- Misstrauisch sein bei Anrufen, in denen nach Bargeld oder Wertgegenständen gefragt wird
- Keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preisgeben
- Verdächtige Gespräche sofort beenden
- Die Polizei über den Notruf 110 verständigen
- Angehörige oder Nachbarn über verdächtige Kontakte informieren
Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, insbesondere ältere Familienmitglieder auf die Betrugsmasche hinzuweisen.



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