Albrecht Ochs ist am Karfreitag, dem 3. April 2026, kurz nach Vollendung seines 90. Geburtstages gestorben. Der Pädagoge, Theatermacher und Bildungsengagierte hat das kulturelle und bildungspolitische Leben St. Ingberts nach Angaben der Stadt über mehr als sieben Jahrzehnte hinweg geprägt.
Ehrenamtliche VHS-Leitung von 1974 bis 1991
Seit den 1950er-Jahren engagierte sich Ochs für Bildung und Kultur in seiner Heimatstadt. Die Volkshochschule St. Ingbert, 1951 neu eingerichtet, leitete er von 1974 bis 1991 ehrenamtlich. Auch nach der Übernahme durch eine hauptamtliche Leitung im Jahr 1991 blieb er der Einrichtung verbunden – als Vorsitzender des VHS-Beirats brachte er bis ins hohe Alter Impulse ein.
Jahrzehnte auf der Bühne
1958 wurde die „kleine Bühne“ gegründet, bei der Ochs über viele Jahre als Regisseur wirkte. Er brachte klassische wie moderne Werke zur Aufführung – von Aischylos bis Arthur Miller. Die Vorstellungen waren nach Angaben der Stadt häufig ausverkauft.
Gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Ursula Ochs-Steinfeld (gestorben 2025), gestaltete er zudem literarische Sonntagnachmittage im Kulturhaus. Das Programm umfasste dabei auch anspruchsvolle Texte wie Ovids „Metamorphosen“ oder Dantes „Divina Comedia“.
Lehrer am Albertus-Magnus-Gymnasium
Viele erinnern sich an Ochs auch als Lehrer am Albertus-Magnus-Gymnasium, wo er Generationen von Schülerinnen und Schülern die lateinische Sprache und die Inhalte der antiken Bildung vermittelte.
Würdigung durch den Oberbürgermeister
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer erklärte
„Mit Albrecht Ochs verliert St. Ingbert eine herausragende Persönlichkeit, der die Bildung und Kultur unserer Stadt in besonderer Weise am Herzen lagen. […] Mit seinem Wirken hat Albrecht Ochs bleibende Spuren hinterlassen. Die Stadt St. Ingbert verliert eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg unser kulturelles und geistiges Leben mitgeprägt hat wie nur wenige andere. Sein großer Geist, seine Bildung, seine Menschlichkeit, sein unermüdliches Engagement – und nicht zuletzt seine Bescheidenheit – werden uns fehlen.“



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