Homburg

Homburg pflanzt Linde für deutsch-französische Friedensallee

Baum Nummer 27 der Initiative zwischen Paris und Berlin steht im Stadtpark – Oberbürgermeister und Rotary-Mitglieder beteiligen sich

Homburg: Homburg Marktplatz 01 2012-06-05, Homburg (Saar)

Im Homburger Stadtpark ist eine Linde für die „Deutsch-Französische Friedensallee Paris–Berlin“ gepflanzt worden. Oberbürgermeister Michael Forster und Mitglieder zweier Rotary Clubs nahmen an der Pflanzung teil.

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Im Homburger Stadtpark ist eine Linde für die „Deutsch-Französische Friedensallee Paris–Berlin“ gepflanzt worden. Oberbürgermeister Michael Forster und Mitglieder der Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken und Forbach-Goldene Bremm kamen dazu zusammen. Der Baum trägt in der Initiative die Nummer 27.

Initiative zwischen Paris und Berlin

Die Friedensallee ist eine Initiative des Rotary Clubs Forbach-Goldene Bremm-Saar. Entlang der rund 1.100 Kilometer langen Strecke zwischen Paris und Berlin soll etwa alle zehn Kilometer eine Linde wachsen. Vorgesehen sind insgesamt rund 110 Bäume. Sie sollen laut Initiative an die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland erinnern und für Zusammenhalt und ein gemeinsames Europa stehen.

Forster: Linde ist Homburger Wappenbaum

Forster verwies auf die Verbindung des Baumes zur Stadt. Die Linde sei der Wappenbaum Homburgs.

„Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass hier in unserem Stadtpark eine Linde im Rahmen dieser besonderen Initiative gepflanzt werden soll. Sie steht für Frieden und Verständigung und ist zugleich unser Wappenbaum. Schöner könnte die Verbindung zwischen dieser europäischen Initiative und unserer Stadt kaum sein“, sagte Forster.

Wöhler: Freundschaft keine Selbstverständlichkeit

Michael Wöhler, Präsident des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken, blickte auf die gemeinsame Geschichte beider Länder. Deren Beziehungen seien über Jahrhunderte von Kriegen und Konflikten geprägt gewesen. Den entscheidenden Wendepunkt hin zu Versöhnung und enger Zusammenarbeit habe es nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben.

„Ich glaube, wir alle sind aufgefordert, etwas zu tun, um diese Freundschaft am Leben zu halten.“

Nach Wöhlers Worten mache die Friedensallee sichtbar, dass Verständigung vom Engagement jedes Einzelnen lebe. Es brauche Menschen, die sich über Grenzen hinweg für ein friedliches Miteinander einsetzen.

Klos: Blick in die Zukunft

Christine Klos, Koordinatorin der Initiative und Mitglied des Rotary Clubs Forbach-Goldene Bremm-Saar, erläuterte die Botschaft der Linden:

„Aus Feinden können Freunde werden. Aus Krieg kann Versöhnung werden. Und aus Gegeneinander ein Miteinander.“

Die Bäume sollten nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern den Blick in die Zukunft richten, sagte Klos. Kinder und Enkelkinder könnten eines Tages unter den Linden sitzen und sich fragen, welche Geschichte hinter ihnen stehe. Die Langlebigkeit der Bäume mache sie zu einem besonderen Symbol: Sie wachsen über Jahrzehnte und können noch Generationen Schatten spenden.

Spende und Unterstützung der Stadt

Dass die Linde im Stadtpark steht, ist laut Mitteilung dem Engagement des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken und insbesondere Ute und Thomas Wegener zu verdanken. Die Familie erklärte sich bereit, den Baum zu spenden.

Wöhler dankte dem Rotary Club Forbach-Goldene Bremm-Saar für den Anstoß zum grenzüberschreitenden Gesamtprojekt. Er hob auch die Unterstützung der Stadt Homburg hervor. Die städtische Grünflächenabteilung bereitete die Pflanzung organisatorisch und fachlich vor und begleitete sie. Forster bedankte sich bei den Mitarbeitenden. Die Stadt werde die weitere Entwicklung der Linde aufmerksam begleiten.

Für Forster geht das über die Pflege des Baumes hinaus

„Die Linde soll sich gut entwickeln und uns möglichst lange erhalten bleiben. Sie wird uns hoffentlich noch viele Jahrzehnte daran erinnern, dass Verständigung und Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder gepflegt werden müssen.“

Bildquellen

  • Überblendung Fenster: Homburg Marktplatz 01 2012-06-05, Homburg (Saar): atreyu / CC BY-SA 3.0; Arno.Ho / CC BY-SA 3.0

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