Saarland weitet digitale Baugenehmigung auf weitere Landkreise und Kommunen aus

Nach Pilotphase in Saarlouis können Bauanträge nun auch in Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saar-Pfalz-Kreis, St. Ingbert und Homburg vollständig online eingereicht werden

Aktuelles aus der Saar-Wirtschaft

Das Saarland hat die digitale Baugenehmigung auf vier weitere Landkreise und Kommunen ausgeweitet. Bauanträge können dort ab sofort vollständig online bei den zuständigen Behörden eingereicht werden.

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Saarbrücken – Das Saarland hat die digitale Baugenehmigung ausgeweitet. Nach dem Pilotstart im Landkreis Saarlouis Anfang 2025 können Bürgerinnen und Bürger ihre Bauanträge nun auch bei den Unteren Bauaufsichtsbehörden des Landkreises Merzig-Wadern, des Landkreises Neunkirchen, des Saar-Pfalz-Kreises sowie in St. Ingbert und Homburg vollständig online einreichen. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie am 5. Mai 2026 mit.

Verfügbare Onlinedienste in den neu angeschlossenen Behörden

In den neu angeschlossenen Unteren Bauaufsichtsbehörden stehen laut Ministerium ab sofort folgende Onlinedienste zur Verfügung:

  • Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren
  • Baubeginnsanzeige und Benennung der Verantwortlichen
  • Anzeige einer beabsichtigten Beseitigung von Anlagen

Erweitertes Angebot im Pilotlandkreis Saarlouis

Auch das Angebot im Pilotlandkreis Saarlouis wurde nach Ministeriumsangaben zwischenzeitlich erweitert. Dort können zusätzlich eingereicht werden:

  • Anträge auf Abweichung, Ausnahme und Befreiung
  • Anzeige einer beabsichtigten Beseitigung von Anlagen
  • Teilbaugenehmigung
  • Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis
  • Reguläres Baugenehmigungsverfahren

Das reguläre Baugenehmigungsverfahren umfasst nach Angaben des Ministeriums die vollständige Prüfung eines Bauvorhabens und betrifft einen Großteil der Bauanträge im Saarland. Die weiteren Onlinedienste sollen schrittweise auch in den übrigen Kommunen eingeführt werden.

Reaktionen aus der Landesregierung

Digitalminister Jürgen Barke erklärte in der Mitteilung:

„Wir treiben die Modernisierung unserer Bauverwaltung konsequent voran. Bauanträge sollen einfach, schnell und vollständig digital gestellt werden können, ohne unnötige bürokratische Hürden. Diesem Ziel sind wir nun einen entscheidenden Schritt nähergekommen.“

Bauminister Reinhold Jost ergänzte

„Ich bin zuversichtlich, dass dieses Digitalisierungsprojekt sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Verwaltung einen echten Mehrwert schaffen wird. Mein herzlicher Dank gilt allen Verantwortlichen, deren engagierte Zusammenarbeit und tatkräftiger Einsatz diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.“

Bundesrechtlicher Rahmen

Die digitale Baugenehmigung ist Teil des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, ihre Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten. Federführend für die bundesweite Umsetzung ist nach Ministeriumsangaben Mecklenburg-Vorpommern.

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