Saarbrücken. Der Saarland Sozialgipfel begeht am 9. Juni 2026 sein 30-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines Festakts in der Ludwigskirche Saarbrücken stellt das Bündnis die neue Saarländische Sozialstaats-Charta 2026 vor. Das teilt die Arbeitskammer des Saarlandes mit.
Bündnis aus 38 Organisationen
Vor drei Jahrzehnten gründeten Gewerkschaften, Kirchen sowie Sozial- und Wohlfahrtsverbände im Saarland gemeinsam den Sozialgipfel und verabschiedeten eine erste Sozialstaats-Charta. Dem Bündnis gehören nach Angaben der Arbeitskammer heute 38 Organisationen an.
„Gerade in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen ist ein leistungsfähiger Sozialstaat unverzichtbar.“
Das sagte Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes. Die Arbeitskammer betont in ihrer Mitteilung: Der Sozialstaat sei kein Kostenfaktor, sondern eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit.
Fünf Handlungsfelder der neuen Charta
Die Sozialstaats-Charta 2026 benennt laut Mitteilung fünf politische Handlungsfelder:
- Stärkung der sozialen Sicherungssysteme durch solidarische Finanzierung mit Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen
- Handlungsfähiger Staat, der öffentliche Daseinsvorsorge – von Bildung bis Wohnen – verlässlich gewährleistet
- Gute Arbeit und faire Löhne sowie soziale Absicherung auch in Zeiten des Wandels
- Bekämpfung von Armut und Sicherung sozialer Teilhabe für alle
- Verknüpfung von Sozialstaat und Klimaschutz, damit der ökologische Umbau sozial gerecht gestaltet wird
Festakt mit Ministerpräsidentin und „Markt der Solidarität“
Zum Festakt unter dem Motto „Starker Sozialstaat. Starke Demokratie.“ ist die Öffentlichkeit eingeladen. Neben Redebeiträgen – darunter von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger – ist eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft geplant.
Bereits am Nachmittag findet vor der Ludwigskirche ein „Markt der Solidarität“ statt, bei dem sich Initiativen und Organisationen vorstellen. Auch die Arbeitskammer ist nach eigenen Angaben dort vertreten.



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