Das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) ist mit seinem Projekt „eLiRec – Lithium-Ionen-Batterie Recycling mit elektrochemischen Extraktionsverfahren“ im Finale der REGIOSTARS 2026. Das teilte das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie am 6. Oktober 2026 mit. Das Projekt tritt in der Kategorie „Ein grünes Europa“ an.
Nach Angaben des Ministeriums wählte eine Jury „eLiRec“ aus 274 Bewerbungen für das Finale aus. Mit den REGIOSTARS zeichnet die Europäische Kommission jedes Jahr Projekte aus, die mit EU-Mitteln gefördert wurden.
Online-Abstimmung bis 14. Oktober
Neben den Auszeichnungen in fünf Kategorien wird auch das beliebteste Projekt gekürt. Bürgerinnen und Bürger können nach Angaben des Ministeriums bis zum 14. Oktober 2026, 12 Uhr, online für „eLiRec“ abstimmen.
Minister: Erfolg für die Forschungslandschaft
Wirtschaftsminister Jürgen Barke äußerte sich in der Mitteilung:
„Im Saarland entstehen Innovationen von internationaler Bedeutung. Ich freue mich, dass das Projekt ‚eLiRec‘ im Finale der REGIOSTARS 2026 steht. Das ist nicht nur ein Erfolg für die saarländische Forschungslandschaft, sondern auch eine außerordentliche Auszeichnung für die erfolgreiche Forschungsarbeit am INM.“
Das Projekt „eLiRec“
Das Forschungsteam des INM unter Leitung von Professor Dr. Presser hat nach Angaben des Ministeriums ein Verfahren entwickelt, um Rohstoffe aus alten Lithium-Ionen-Batterien zurückzugewinnen. Es beruht auf einem elektrochemischen Verfahren. Dieses benötigt laut Mitteilung weniger Energie und aggressive Chemikalien als herkömmliche Recyclingmethoden.
Lithium und andere Rohstoffe aus gebrauchten Batterien sollen sich so zurückgewinnen und für neue Produkte nutzen lassen. Laut Ministerium trägt das Projekt dazu bei, Abfälle zu vermeiden und Rohstoffe im Kreislauf zu halten.
Nachfolgeprojekt „eLiFlow“
Die Erkenntnisse aus „eLiRec“ fließen inzwischen in das Nachfolgeprojekt „eLiFlow – Kontinuierliche elektronische Lithium-Gewinnung“ ein. Dabei soll die Technologie weiterentwickelt werden, damit Lithium künftig kontinuierlich und mit möglichst geringem Energieaufwand aus Ausgangsmaterialien gewonnen werden kann. Das Verfahren soll gezielt Lithium herauslösen und andere Stoffe möglichst unberührt lassen.
Das Wirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit rund 861.000 Euro aus EFRE- und Landesmitteln.







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