Saarland

Saarländisches Projekt „eLiRec“ bei REGIOSTARS 2026 ausgezeichnet

Forschungsvorhaben des Leibniz-Instituts für Neue Materialien gewinnt in der Kategorie „Ein grünes Europa“

Aktuelles aus der Saar-Wirtschaft

Das Projekt „eLiRec“ des Leibniz-Instituts für Neue Materialien (INM) in Saarbrücken ist bei den REGIOSTARS 2026 ausgezeichnet worden. Es befasst sich mit dem Recycling von Lithium-Ionen-Batterien.

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Das saarländische Forschungsprojekt „eLiRec“ des Leibniz-Instituts für Neue Materialien (INM) hat bei den REGIOSTARS 2026 gewonnen. Es wurde in der Kategorie „Ein grünes Europa“ ausgezeichnet. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes am 15. Oktober 2026 mit.

Mit dem Wettbewerb zeichnet die Europäische Kommission nach Angaben des Ministeriums jedes Jahr Projekte aus, die mit EU-Mitteln gefördert wurden.

Das Projekt

„eLiRec“ steht für „Lithium-Ionen-Batterie Recycling mit elektrochemischen Extraktionsverfahren“. Laut Mitteilung entwickelte das Projekt eine Methode, um Rohstoffe aus alten Lithium-Ionen-Batterien zurückzugewinnen. Dabei kommt ein elektrochemisches Verfahren zum Einsatz. Es benötigt nach Angaben des Ministeriums weniger Energie und aggressive Chemikalien als herkömmliche Recyclingmethoden.

So lassen sich demnach Lithium und andere Rohstoffe aus gebrauchten Batterien zurückgewinnen und für neue Produkte nutzen. Laut Ministerium trägt das Projekt dazu bei, Abfälle zu vermeiden und Rohstoffe im Kreislauf zu halten.

Reaktion des Ministers

Wirtschaftsminister Jürgen Barke (Saarland) gratulierte dem INM und dem Forschungsteam um Prof. Dr. Presser:

„Ich gratuliere herzlich dem INM und seinem Forschungsteam um Prof. Dr. Presser für die Auszeichnung bei den REGIOSTARS. Mit eLiRec zeigt das Saarland einmal mehr, wie leistungsfähig und innovativ seine Forschungslandschaft ist. Ich bin überzeugt, dass auch künftig innovative Projekte aus dem Saarland wichtige Impulse für Europa setzen werden.“

Nachfolgeprojekt „eLiFlow“

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus „eLiRec“ fließen laut Ministerium in das Nachfolgeprojekt „eLiFlow – Kontinuierliche elektronische Lithium-Gewinnung“ ein. Die Technologie soll weiterentwickelt werden, damit Lithium künftig kontinuierlich und mit möglichst geringem Energieaufwand aus Ausgangsmaterialien gewonnen werden kann. Das Verfahren soll gezielt Lithium herauslösen und andere Stoffe möglichst unberührt lassen.

Das Wirtschaftsministerium fördert „eLiFlow“ mit rund 861.000 Euro aus EFRE- und Landesmitteln.

Huk Coburg - Michael Ungelenk

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