Tafel im Raum Sulzbach sucht Ehrenamtliche und neue Räume

Leiterin hört Ende März auf – Pfarrhaus in Altenwald als mögliche Übergangslösung

Aktuelles aus Sulzbach

Die Tafel im Einzugsgebiet Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied steht vor einem Wendepunkt: Sie braucht dringend ein neues Organisationsteam und geeignete Räumlichkeiten. Ein runder Tisch mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen soll die Zukunft des Angebots sichern.

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Die Tafel im Einzugsgebiet Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied sucht dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie neue Räumlichkeiten. Die bisherige Leiterin der Lebensmittelausgabe, Marliese Stay, hört Ende März aus persönlichen Gründen auf. Damit fehlt der Tafel nach eigenen Angaben ein vollständiges Organisationsteam.

Rund 70 Besucherinnen und Besucher pro Woche

Derzeit versorgt die Tafel nach eigenen Angaben durchschnittlich rund 70 Personen pro Woche. Gegen Monatsende steige die Nachfrage deutlich an. Ein Teil der Besucherinnen und Besucher kommt wöchentlich, andere im zweiwöchentlichen Rhythmus.

Die anfallenden Aufgaben umfassen laut Vorstand die Abholung der Lebensmittel, deren Lagerung sowie die Ausgabe.

Bisherige Räume nur noch bis Juni verfügbar

Parallel zum Personalproblem steht die Tafel vor einer räumlichen Herausforderung. Nach einem Eigentümerwechsel stehen die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr dauerhaft zur Verfügung. Die Stadt Sulzbach verlängerte den Mietvertrag laut Mitteilung bis Juni 2026 und sicherte zudem ihre jährliche finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 5.000 Euro zu.

Auf dem freien Immobilienmarkt sei bislang kein passendes Objekt gefunden worden, teilt die Tafel mit. Die Anforderungen an neue Räume:

  • Gute Erreichbarkeit mit Bus und zu Fuß
  • Ausreichende Lager- und Ausgabefläche
  • Geeignete Anlieferungsmöglichkeit

Der Aufruf richtet sich auch an Privatpersonen, die eine Immobilie für einen sozialen Zweck vermieten möchten.

Pfarrhaus in Altenwald als mögliche Lösung

Bürgermeister Michael Adam nahm nach dem Treffen mit dem Tafel-Vorstand Ende Februar Kontakt zur katholischen und evangelischen Kirche auf. Pastor Peter Sens sagte daraufhin zu, dass Räumlichkeiten im Pfarrhaus in Altenwald zur Verfügung stehen und angemietet werden könnten. Der Tafel-Vorstand hat diese Räume mittlerweile besichtigt. Auch Pfarrer Armin Kopper signalisierte nach Angaben der Mitteilung Offenheit gegenüber einer Beteiligung der evangelischen Kirche an der Tafelarbeit.

Runder Tisch soll Partnerschaften ausloten

Mitte März fand ein runder Tisch statt, an dem Vertreterinnen und Vertreter von Diakonie, Caritas, evangelischer und katholischer Kirche sowie der Gemeinden Quierschied und Sulzbach teilnahmen. Ziel sei es, mögliche Partnerschaften zu prüfen und die Zukunft der Tafel langfristig zu sichern. Zahlreiche Tafeln in Deutschland befinden sich laut Mitteilung bereits unter der Trägerschaft von Diakonie oder Caritas.

Kontakt für Interessierte

Wer sich ehrenamtlich engagieren oder Räumlichkeiten anbieten möchte, kann sich an Monique Broquard (mb10@online.de) oder Ulrich Hammer (ulrich.hammer@ekir.de) wenden.

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