Der Regionalverband Saarbrücken und die Blieskasteler Werkstätten setzen ihre Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Postverarbeitung fort. Beide Seiten haben einen neuen Vertrag zur Scandienstleistung unterzeichnet, der die Kooperation im Rahmen des Projekts „Digitaler Posteingang – Zentrale Scanstelle“ weiter ausbaut.
In der Zentralen Scanstelle werden nach Angaben des Regionalverbands derzeit rund 550 Briefe pro Tag digitalisiert und weiterverarbeitet. In der Endausbaustufe werde ein tägliches Posteingangsvolumen von etwa 900 Briefen erwartet. Der neue Vertrag ist als Rahmenvereinbarung mit einer Laufzeit von bis zu 48 Monaten ausgelegt und bildet laut Mitteilung die Grundlage für den weiteren Ausbau.
Regionalverbandsdirektorin äußert sich zur Kooperation
Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger erklärte
„Inklusion ist für uns kein Zusatzprojekt, sondern Teil unseres Selbstverständnisses als moderner öffentlicher Arbeitgeber. Die Zentrale Scanstelle ist dafür ein sehr gutes Beispiel: Hier leisten Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen echte, verantwortungsvolle Arbeit in einem geschützten Rahmen – und sind gleichzeitig Teil eines zentralen Digitalisierungsprozesses.“
Auch der Träger der Werkstätten begrüßt die Fortführung der Zusammenarbeit. Dr. Walter Steinmetz, Geschäftsführer der Ökumenisches Gemeinschaftswerk Pfalz GmbH, sagte:
„Wir freuen uns, die gute bestehende Kooperation mit dem Regionalverband Saarbrücken fortzusetzen und so unseren Werkstattbeschäftigten weiterhin attraktive Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anbieten zu können. Das ist gelebte Inklusion.“
Schrittweiser Ausbau seit 2021
Die Zentrale Scanstelle besteht seit 2021 und wurde zunächst in einer Pilotphase im Sozialamt eingerichtet. Seitdem wird sie schrittweise auf weitere Organisationseinheiten des Regionalverbandes ausgeweitet. Aktuell sind unter anderem folgende Bereiche angebunden:
- Schulverwaltungsamt
- IT-Referat
- Dezernat für Finanzen, Recht, Bauen und Schulen
Die Finanzdienste und das Hauptamt befinden sich laut Regionalverband derzeit in der unmittelbaren Anbindung, das Jugendamt ist in Vorbereitung.
Die Beschäftigten der Blieskasteler Werkstätten unterstützen die Mitarbeitenden des Regionalverbandes direkt vor Ort im täglichen Betrieb. Für den Regionalverband bedeutet die Kooperation nach eigenen Angaben sowohl eine organisatorische Unterstützung als auch einen Beitrag zur Inklusion im Verwaltungsalltag.
Den Vertrag unterzeichneten Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Blieskasteler Werkstätten und des Regionalverbands, darunter Bettina Rivera, Geschäftsbereichsleiterin „Teilhabe im Arbeitsleben“ des Ökumenischen Gemeinschaftswerks Pfalz GmbH, die Leiterin der Blieskasteler Werkstätten, Elisabeth Homberg, sowie die Regionalverbands-Dezernentin für Innere Dienste und Digitalisierung, Eva-Maria Lehne-Bernd.



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