Regionalverband Saarbrücken untersucht Nutzung des Velo visavis-Radroutennetzes

Erstmalige Frequenzmessung und Befragung sollen Datengrundlage für Weiterentwicklung liefern

Regionalverband Saarbrücken

Der Regionalverband Saarbrücken lässt von Ende März bis Oktober erstmals systematisch untersuchen, wie stark sein touristisches Velo visavis-Radroutennetz genutzt wird. An ausgewählten Standorten werden Zählungen und Befragungen durchgeführt.

Gevita Tagesresidenz

Der Regionalverband Saarbrücken untersucht erstmals systematisch die Nutzung seiner touristischen Velo visavis-Radrouten. Von Ende März bis Oktober werden an ausgewählten Standorten Frequenzmessungen durchgeführt.

Ziel ist es laut Mitteilung, belastbare Daten zur Nutzung sowie zu den Bedürfnissen der Radfahrenden zu gewinnen und darauf aufbauend das Angebot weiterzuentwickeln. Mit der Durchführung wurde ein auf Fahrradanalysen spezialisiertes Unternehmen beauftragt.

Temporäre Zählstationen erfassen Fahrtrichtung

Für die Untersuchung werden temporäre Zählstationen installiert, die Uhrzeit und Fahrtrichtung der passierenden Radfahrenden erfassen. Auf Grundlage dieser Daten sollen im Anschluss gezielt Befragungen erfolgen, um Erkenntnisse über Motivation, Nutzungszwecke und Zielgruppen zu erhalten.

Die Untersuchung soll laut Regionalverband in konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des Radroutennetzes münden.

Verändertes Nutzungsverhalten im Radverkehr

Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger äußerte sich zu den Beobachtungen der vergangenen Jahre:

„Wir sehen seit einigen Jahren ein deutlich verändertes Nutzungsverhalten im Radverkehr: Neben klassischen Radtouren werden sportlich orientierte und naturnahe Angebote immer wichtiger. Gleichzeitig gewinnt das Fahrrad im Zuge der Verkehrs- und Mobilitätswende weiter an Bedeutung. Schon heute wissen wir, dass unsere Routen vor allem für Freizeit- und Tagesausflüge von vielen Menschen in der Region intensiv genutzt werden.“

Netz seit rund 20 Jahren in Betrieb

Das Velo visavis-Radroutennetz wurde vor rund 20 Jahren eingerichtet und umfasst etwa 220 Kilometer. Es verbindet die Kommunen im Regionalverband Saarbrücken mit touristischen Zielen der Region und ergänzt nach Angaben des Verbands das saarlandweite Saar-Tour-Netz. Die Strecken verlaufen überwiegend über bestehende land- und forstwirtschaftliche Wege.

Im Rahmen eines EU-Förderprogramms wurden mehr als 600 Wegweiser sowie 30 Informationstafeln installiert und einzelne Abschnitte ausgebaut. Ein dichtes Radroutennetz sollte demnach die Grundlage für einen flächendeckenden Radreisetourismus bilden.

Mit der aktuellen Untersuchung soll überprüft werden, inwieweit sich diese Erwartung erfüllt hat und welche Anpassungen für die Weiterentwicklung erforderlich sind. Die Maßnahme wird im Rahmen des funktionalen Raums Eurodistrict SaarMoselle durch das EU-Programm Interreg Großregion gefördert.

Artikel teilen


Anzeige Stadtwerke Friedrichsthal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen