Das August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH erhält rund 980.000 Euro aus dem Bundesprogramm STARK. Der Zuwendungsbescheid wurde am Donnerstag, 7. Mai, von Martina Becker vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) symbolisch an Vertreterinnen und Vertreter des Instituts übergeben. Im Anschluss stellte das Institut das geförderte Projekt vor.
Aufbau auf laufendem Vorgängerprojekt
Das Vorhaben trägt den Namen „Unternehmergeist Saar II“ und baut nach Angaben des Instituts auf dem seit 2022 laufenden Projekt „Unternehmergeist Saar I“ auf. Ziel ist es, unternehmerische Kompetenzen durch praxisnahe Teamarbeit und gezielte Vernetzung zu stärken sowie Gründungsaktivitäten im Saarland anzuregen.
Das Programm richtet sich laut Institut an Teilnehmende unabhängig von Vorkenntnissen. In einem mehrwöchigen Format entwickeln sie in interdisziplinären Teams Lösungen für reale Anwendungsfälle. Bestandteile sind demnach:
- ein Unternehmer-Persönlichkeitstest
- individuelles Coaching
- Zusammenarbeit mit Fachleuten aus verschiedenen Unternehmen
- ein abschließender „Demo Day“ mit Präsentation vor einer Jury
Das Programm ist nach Institutsangaben kostenfrei.
Stimmen zur Förderung
Martina Becker, Abteilungsleiterin im BAFA, erläuterte den Rahmen der Förderung:
„Mit dem Bundesprogramm STARK unterstützt der Bund ehemalige Kohleregionen und Kohlekraftwerkstandorte im Strukturwandel. Gefördert werden Vorhaben, die neue Perspektiven für die regionale Entwicklung eröffnen. Das Projekt ‚Unternehmergeist Saar II‘ zeigt, wie Gründungskompetenzen, Vernetzung und neue Ideen die regionale Entwicklung stärken können.“
Sandra Ehlen, Geschäftsführerin des August-Wilhelm Scheer Instituts, beschrieb den Ansatz des Programms:
„Es gibt zahlreiche Programme, Rahmenbedingungen und Ökosysteme, die Gründerinnen und Gründer unterstützen. Letztlich braucht es Individuen, die – wie Herkules – bewusst den anspruchsvolleren Weg wählen. Genau diesen Individuen geben wir bei Unternehmergeist Saar eine erste Bühne und Rückenwind: damit sie sich mit realen Use Cases ausprobieren, unternehmerisch wachsen und ihre eigene Gründerpersönlichkeit entwickeln können.“
Wirtschaftsminister Jürgen Barke erklärte
„Der Wandel ist im Saarland kein abstrakter Begriff, sondern gelebte Realität. Überall im Land entstehen aus Ideen konkrete Zukunftsperspektiven. Programme wie STARK geben den nötigen Rückenwind. Unternehmergeist Saar setzt neue wirtschaftliche Impulse und bringt unser Land als Innovationsregion weiter voran.“
Hintergrund: STARK-Programm im Saarland
Das Bundesprogramm STARK richtet sich nach Angaben des BAFA an ehemalige Kohleregionen und Kohlekraftwerkstandorte. Dem Saarland stehen daraus bis 2038 insgesamt rund 19,3 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung.



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