ZEW-Konjunkturerwartungen steigen zum Jahresende

ZEW (Archiv)

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom Dezember 2025 verbessert

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ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen deutlich

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom Dezember 2025 verbessert. Der entsprechende Indikator liegt mit 45,8 Punkten um 7,3 Punkte über dem Wert des Vormonats, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Aktuelle Lageeinschätzung bleibt schwach

Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland verschlechterte sich leicht. Der Lageindikator liegt mit minus 81,0 Punkten um 2,3 Punkte unter dem Vormonatswert.

ZEW-Präsident Achim Wambach erklärte, die erwartungen hätten sich aufgehellt. Nach drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation spiegele das Stimmungsbild gute Chancen für eine Konjunkturbelebung wider. Die expansive Fiskalpolitik werde der deutschen Wirtschaft neuen Schwung verleihen. Die Erholung bleibe jedoch fragil. Der Umgang mit anhaltenden Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen sowie ausbleibenden investitionen dürfte nach seinen Worten auch 2026 auf der Reformagenda bleiben.

Branchenspezifische Erwartungen

Automobilindustrie mit verbessertem Saldo

Deutlich verbessert haben sich die erwartungen für die Automobilbranche. Deren Saldo stieg um 7,7 Punkte auf minus 22,0 Punkte.

Exportorientierte Branchen unter Druck

Weitere exportorientierte Branchen wie die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Metallproduktion verzeichneten ebenfalls Anstiege, die jedoch geringer ausfielen. Trotz fiskalischem Rückenwind bleiben diese Branchen nach Angaben des ZEW von einer schwachen Exportdynamik belastet. Gründe seien hohe Zölle und strukturelle Wettbewerbsnachteile.

Erwartungen für die Eurozone

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich stärker als jene für Deutschland. Der Indikator liegt aktuell mit 33,7 Punkten um 8,7 Punkte über dem Vormonatswert. Die Bewertung der aktuellen Lage in der Eurozone blieb dagegen nahezu unverändert. Sie liegt mit minus 28,5 Punkten um 1,2 Punkte unter dem Vormonatswert.

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