Wirtschaftsweise Grimm warnt vor neuer Inflation

Aral-Tankstelle (Archiv)

Angesichts steigender Öl- und Gaspreise im Iran-Krieg erwartet die Wirtschaftsweise Veronika Grimm eine steigende Inflation. "Die Kombination aus Energie-, Transport- und Lebensmittelpreisschocks dürfte erneut Inflationsdruck erzeugen", sagte Grimm den Zeitungen der Funke-Mediengruppe

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Steigende Inflation durch Energiepreisschocks erwartet

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm rechnet angesichts steigender Öl- und Gaspreise im Zuge des Iran-Kriegs mit einer zunehmenden Inflation. „Die Kombination aus Energie-, Transport- und Lebensmittelpreisschocks dürfte erneut Inflationsdruck erzeugen“, sagte Grimm den Zeitungen der funke-Mediengruppe. Die Blockade der Straße von Hormus könnte die globalen Auswirkungen verstärken. „Steigende Energiepreise wirken wie eine globale Steuer auf Wachstum. Die aktuellen Entwicklungen dürften daher die weltweiten Konjunkturaussichten spürbar eintrüben“, so Grimm.

Prognosen des Ifo-Instituts

Das Ifo-Institut prognostiziert eine Steigerung der Inflationsrate auf 2,5 Prozent, falls die Öl- und Gaspreise in den nächsten Wochen sinken. „dieser kurzfristige Energiepreisanstieg würde das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gegenüber Vorkriegs-Schätzungen um rund 0,2 Prozentpunkte verlangsamen,sodass wir mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr rechnen“,erklärte Timo Wollmershäuser,Ifo-Konjunkturchef.

Sollten die Energiepreise jedoch länger hoch bleiben, könnte die Inflation auf knapp 3 Prozent steigen.“Dies würde das Wachstum um weitere 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,6 Prozent in diesem Jahr und um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent im kommenden Jahr bremsen.“

Auswirkungen auf den Lebensmittelbereich

Deutschlands oberste Verbraucherschützerin Ramona Pop sieht derzeit keine erneute Inflationswelle im Lebensmittelbereich. „Die Versorgung ist derzeit gesichert,die Lieferketten sind weitgehend stabil. Mittel- bis langfristig könnten hohe Sprit- und Düngerpreise vor allem einzelne verarbeitete Produkte verteuern“, sagte Pop. Sie forderte die Bundesregierung auf, für mehr Transparenz in der Preisbildung bei Lebensmitteln zu sorgen, um mögliche Kostentreiber frühzeitig zu erkennen und gezielt anzugehen.

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