Ramona pop rät von Spritpreisbremse ab
Angesichts steigender Spritpreise hat Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, von einer Spritpreisbremse abgeraten. „Die Erfahrung mit dem letzten Tankrabatt hat gezeigt: Er ist weniger bei den Verbrauchern als bei den Mineralölkonzernen selbst angekommen“, sagte Pop den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Deshalb würde ich zumindest in dieser Form davon abraten.“
Steigende Öl- und Heizkosten erwartet
Pop warnte, dass bei einem längeren Krieg mit weiter steigenden Ölpreisen zu rechnen sei. „An hohen Spritpreisen werden wir erst mal nicht vorbeikommen“, erklärte sie. Um Privathaushalte zu entlasten, schlug sie die Senkung der Stromsteuer vor. Diese Maßnahme sei im Koalitionsvertrag versprochen,aber bisher nur für die Industrie umgesetzt worden. „Das muss sich ändern. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen diese versprochene Entlastung“,betonte Pop.
Warnung vor höheren Heizkosten
Vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts und steigender Energiepreise warnte Pop auch vor höheren Heizkosten im kommenden Winter. „Ich befürchte, dass Heizen nächsten Winter teurer wird“, sagte sie. Sollte der Konflikt anhalten,würden die Gaspreise weiter steigen,und es müsse für den Winter teuer eingekauft werden.
Konkurrenz auf dem Flüssiggasmarkt
Pop verwies zudem auf die wachsende Konkurrenz auf dem Weltmarkt für Flüssiggas. Viele asiatische Länder sicherten sich derzeit Lieferungen aus Katar. „Wenn aus Katar weniger auf den Weltmarkt kommt, müssen diese Länder stärker anderswo einkaufen, etwa in Norwegen oder den USA – und dann konkurrieren wir direkt mit ihnen“, so Pop.



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