Umfrage zur Arbeitszeitregelung
Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und von RTL zeigt, dass 57 Prozent der Deutschen für die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags sind. Stattdessen befürworten sie eine wöchentliche Höchstarbeitszeit,die flexiblere Arbeitszeiten ermöglicht. 41 Prozent lehnen diese Änderung ab, während zwei Prozent der Befragten keine Meinung dazu haben.
Hintergrund und Kritik
Die tägliche Begrenzung der Arbeitszeit gilt als Errungenschaft der Arbeiterbewegung, um ausreichende Erholungszeiten zu gewährleisten. Kritiker der Reform befürchten jedoch längere Arbeitstage von bis zu 13 stunden, gesundheitliche Probleme und eine schlechtere vereinbarkeit von Familie und Beruf. Befürworter halten das aktuelle Modell für veraltet und verweisen auf die europäische Arbeitszeitrichtlinie, die maximal 48 Stunden pro Woche erlaubt.
Positionen und Forderungen
56 Prozent der abhängig Beschäftigten unterstützen eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Die SPD fordert zur Vermeidung von Mehrarbeit eine digitale Arbeitszeiterfassung, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Mehrheitlich gegen eine Flexibilisierung sprechen sich Ostdeutsche, Gewerkschaftsmitglieder und Anhänger der Linken aus.
Details zur Umfrage
Die Umfrage stellte die Frage: „Sind Sie für die Abschaffung der Höchstarbeitszeit von acht Stunden pro Tag und stattdessen für die Einführung einer Höchstarbeitszeit pro Woche?“ Forsa befragte am 14. und 15. Mai 1.004 Deutsche.



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