Minijobs verursachen Milliardenverluste für Sozialversicherungen
Nicht sozialversicherungspflichtige Minijobs führen jährlich zu erheblichen Einnahmeverlusten bei den Sozialversicherungen. Dies geht aus Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hervor, die auf eine Anfrage der Linken veröffentlicht wurden, wie die „Rheinische Post“ berichtet.
Finanzielle Auswirkungen
Laut Ministerium ergeben sich bei Minijobs Mindereinnahmen von 11,30 Euro je 100 Euro beitragspflichtigem Entgelt.Bei einem durchschnittlichen Verdienst von 387 Euro pro Monat, wie er 2024 bei geringfügig Beschäftigten üblich war, entgehen den Sozialversicherungen knapp 44 Euro pro Minijob monatlich. Der Grund dafür ist, dass bei Minijobs bestimmte Sozialversicherungsbeiträge nicht oder nur in geringerem Umfang anfallen.
Potenzielle Mehreinnahmen
Wären alle 7,9 Millionen geringfügig Beschäftigten sozialversicherungspflichtig, könnten die Sozialsysteme theoretisch über vier Milliarden Euro jährlich zusätzlich einnehmen. Das Ministerium betonte jedoch, dass diese Zahlen wegen möglicher Anpassungsreaktionen nicht für eine Hochrechnung geeignet seien.
Kritik und Forderungen
Pascal Meiser, Sprecher der Linken für Arbeitspolitik, kritisierte, dass Minijobs die Finanzierungsbasis des Sozialversicherungssystems unterminieren. Er forderte, das Minijob-System in voll sozial abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse zu überführen. Meiser betonte, dass auch Arbeitsministerin Bas handeln müsse, um entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.











