SoVD stellt sich gegen Abschwächung des Kündigungsschutzes

Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) spricht sich klar gegen eine Abschwächung des Kündigungsschutzes aus

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SoVD warnt vor Abschwächung des Kündigungsschutzes

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat sich gegen Forderungen ausgesprochen, den Kündigungsschutz zu lockern. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier bezeichnete die Überschreitung der Drei-Millionen-Marke bei den Arbeitslosenzahlen als „deutliches Warnsignal“. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe betonte sie,dass eine Diskussion über mehr flexibilität durch eine Lockerung des Kündigungsschutzes,wie sie von der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm angeregt wurde,ein sozialpolitischer Irrweg mit gravierenden Folgen sei.

Forderung nach mehr Förderung und Qualifizierung

Engelmeier sprach sich dafür aus, den Fokus stärker auf Förderung und Qualifizierung zu legen. Besonders junge Menschen müssten unterstützt werden, ihren Schulabschluss zu erreichen und Zugang zu Ausbildung zu erhalten, um langfristige Perspektiven zu schaffen. Wer hingegen auf den abbau von Arbeitnehmerrechten setze, verschärfe Unsicherheit und spalte die gesellschaft. Engelmeier betonte zudem die Bedeutung eines armutsfesten Mindestlohns, starker Mitbestimmung und einer verlässlichen Arbeitslosenversicherung, damit Menschen gut durch unsichere Zeiten kommen.

Reaktion auf Vorschlag von Veronika Grimm

Hintergrund der Äußerungen ist eine Aussage der Wirtschaftsweisen und siemens-Energy-Aufsichtsrätin Veronika Grimm. Angesichts der gestiegenen arbeitslosenzahlen hatte Grimm gefordert, Regulierungen abzubauen und die Flexibilität der Arbeitsmärkte zu stärken. Sie verwies darauf, dass in Ländern wie Dänemark der Kündigungsschutz weniger strikt sei, dafür aber die Absicherung im Fall von arbeitslosigkeit sehr gut ausfalle. Grimm äußerte sich ebenfalls gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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