Forderungen der Arbeitgeberverbände
Angesichts der anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr fordern Arbeitgeberverbände ein Eingreifen der Bundesregierung und Änderungen im Streikrecht. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, kritisierte die Arbeitsniederlegungen in der „Bild am Sonntag“ scharf. Er bezeichnete den Streik als „plumpen Erpressungsversuch“ und betonte, dass vor allem die Menschen leiden, die zur Arbeit fahren.
Kritik an Streikdauer und Forderungen
Kampeter forderte „ernsthafte Verhandlungen statt eskalation“ und kritisierte die Dauer der Ausstände. Ein 48-Stunden-Streik, der Bus und Bahn lahmlege, sei kein Warnstreik. Er betonte, dass neue Fairness-Regeln im Streikrecht notwendig seien und der Gesetzgeber gefordert sei. Zudem wies er die Forderungen der Gewerkschaften als überzogen zurück und verwies auf die wirtschaftliche Lage. Die Wirtschaft wachse nicht, viele Unternehmen seien in Schwierigkeiten, und der öffentliche Sektor werde immer fordernder. Ein weiteres Lohn-Plus sei nicht finanzierbar.
Umfrage zur öffentlichen Meinung
In einer Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ lehnen 47 Prozent der Bürger die Streiks im öffentlichen nahverkehr ab, während 42 Prozent sie für richtig halten. 55 Prozent der Befragten sind gegen höhere Kosten für den öffentlichen Nahverkehr, selbst wenn sich dadurch die Arbeitsbedingungen verbessern würden. 30 Prozent sind bereit, mehr zu zahlen.










