Prien „alarmiert“ über geringe Aufstiegschancen in Deutschland

Karin Prien am 04.09.2025
Toyota Scheidt

Bundesbildungsministerin Prien zeigt sich alarmiert über sinkende soziale Aufstiegschancen laut aktueller Studie in Deutschland

Besorgnis über sinkende soziale Mobilität in Deutschland

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat sich besorgt über die Ergebnisse einer neuen Studie des ifo-Instituts zur sozialen Mobilität in Deutschland geäußert. „Die Ergebnisse der ifo-Studie sind alarmierend – wenn das Einkommen der Eltern zunehmend über den Bildungserfolg entscheidet, verlieren wir als Gesellschaft an Gerechtigkeit und verschenken Potenzial“, sagte Prien der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Ergebnisse der ifo-Studie

Die Studie des ifo-Instituts zeigt, dass für Kinder, die Mitte der 1970er Jahre und später geboren wurden, das wirtschaftliche Aufstiegsversprechen immer seltener erfüllt wird. „Die soziale Mobilität ist in Deutschland seitdem deutlich zurückgegangen“, erklärte ifo-Ökonom Andreas Peichl der Zeitung.Der Einfluss des Einkommens der Eltern auf das spätere einkommen der Kinder habe sich Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre innerhalb einer Generation verdoppelt.

Vergleich mit den Vereinigten Staaten

Nach Angaben des ifo-Instituts ist die Wahrscheinlichkeit für sozialen Aufstieg in Deutschland auf ein Niveau gesunken, das etwa so gering ist wie in den Vereinigten Staaten.Dort hatte der Harvard-Ökonom Ray Chetty 2017 in einer Studie festgestellt, dass der „amerikanische Traum“ für immer mehr Bürger unerreichbar geworden ist, besonders für die Mittelschicht.

Maßnahmen zur Verbesserung der Aufstiegschancen

Karin Prien kündigte an, gezielt gegensteuern zu wollen. „Wir müssen deshalb deutlich stärker in frühkindliche Bildung, insbesondere verbindliche Sprachförderung, investieren, das ist ein Schwerpunkt dieser Bundesregierung. Und in Schulen in benachteiligten Regionen sowie in gezielte Förderung wie das startchancen-Programm“,erklärte sie. Ziel sei es, die Aufstiegschancen aller Kinder zu sichern.


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