Hüther kritisiert Merz‘ Haltung zur CO2-Bepreisung
Ökonom michael Hüther hat die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur CO2-bepreisung scharf kritisiert. Hüther betonte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass die Etablierung von CO2-Preisen über den Zertifikatehandel ein effektives Konzept im Klimaschutz sei, da es klare Signale an Unternehmen sende.
Merz‘ Vorschlag sorgt für Irritationen
Bundeskanzler Merz hatte auf einem EU-Wirtschaftsgipfel eine mögliche Verschiebung des CO2-Handels ins Spiel gebracht. Er äußerte, dass man offen für eine Überarbeitung oder Verschiebung sein sollte, falls sich das Instrument als falsch erweise.Diese Aussage führte zu Irritationen auf dem Emissionsmarkt.
Hüthers Bedenken
Hüther zeigte sich besorgt über die Äußerungen von Merz. Er warnte davor, vom Emissionshandel abzurücken, da dies ein klimapolitisches Desaster zur Folge haben könnte. Hüther plädierte dafür, den Emissionshandel weiterzuentwickeln und auf das EU-Ziel der Treibhausgasneutralität bis Mitte des Jahrhunderts auszurichten.
Debatte um kostenlose Verschmutzungsscheine
Umweltminister Karsten Schneider (SPD) sprach sich kürzlich für eine Verlängerung der Phase aus, in der Unternehmen kostenlose Verschmutzungsscheine erhalten. Hüther hält dies für erwägenswert, da es den Emissionshandel nicht grundsätzlich infrage stelle.











