IW-Direktor Hüther warnt vor Spritpreisdeckel und höherer Pendlerpauschale
Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), hat sich gegen einen Deckel beim Spritpreis und eine Erhöhung der Pendlerpauschale ausgesprochen.In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ erklärte Hüther, dass Preisdeckel die Anreize für Effizienzsteigerungen im Umgang mit fossilen Rohstoffen mindern würden.
Kritik an Pendlerpauschale
Hüther kritisierte die Pendlerpauschale als nicht zielgenaue Lösung. Sie entlaste über die minderung des zu versteuernden Einkommens, was progressiv wirke. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuvor eine höhere Pendlerpauschale vorgeschlagen, während SPD-Chef Lars Klingbeil einen Preisdeckel ins Spiel brachte.
Option Maßnahmen
Der IW-chef schlägt vor, einkommensschwächere Haushalte durch Pauschalbeträge zu kompensieren, die nach leistungsfähigkeit gestaffelt werden. Für erwerbstätige Bürgergeldbezieher könne die Kilometerpauschale erhöht werden.
Wohlstandsverlust durch Ressourcenverteuerung
Hüther warnte vor einem Wohlstandsverlust durch die Verteuerung importierter Ressourcen. Eine Dämpfung der inländischen Preise sei nur gerechtfertigt,wenn die Preisspitze von kurzer Dauer wäre. Aufgrund zerstörter Produktionsanlagen in Nahost und gestörter Logistiksysteme sei dies jedoch nicht zu erwarten.


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