Ifo-Institut erwartet 2026 Wachstum um 0,8 Prozent

Chemie-Anlagen (Archiv)

Das Ifo-Institut erwartet für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 0,8 Prozent. Auch für 2024 prognostizieren die Konjunkturforscher 0,8 Prozent Wachstum

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Wirtschaftsprognose des Ifo-Instituts

Das Ifo-Institut prognostiziert für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 Prozent. Für das kommende Jahr erwarten die Konjunkturforscher ebenfalls ein Wachstum von 0,8 Prozent.

Einflussfaktoren auf die Konjunktur

Laut Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser wird die Konjunktur durch einen Energiepreisschock infolge des Nahost-Konflikts gebremst, während eine expansive Finanzpolitik das Wachstum stützt. Der Energiepreisschock bremst die Konjunktur um jeweils 0,4 Prozentpunkte in beiden Jahren, während die Finanzpolitik mit Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung je 0,5 Prozentpunkte zum Wachstum beiträgt.

Aktuelle und zukünftige Entwicklungen

Im laufenden zweiten Quartal wird die Erholung der Wirtschaft pausieren. „Die deutsche Wirtschaft wird vorübergehend stagnieren, nicht aber in eine Rezession fallen“, so Wollmershäuser. Ab dem dritten Quartal 2026 soll sich die Erholung fortsetzen,sofern sich der Nahost-Konflikt entspannt.

Finanzielle Auswirkungen und langfristiger Ausblick

Das Wachstum des BIP ist laut Ifo-Institut teuer erkauft. Das Finanzierungsdefizit des Staates wird sich von 2,8 Prozent 2025 auf 4,9 Prozent 2027 verschärfen.Der Bruttoschuldenstand wird bis 2027 auf etwa 68 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Deutschland verliert durch die gestiegenen Energiepreise rund 34 Milliarden euro an Kaufkraft. Die Inflationsrate wird 2026 auf 2,9 Prozent ansteigen und 2027 auf 2,7 Prozent zurückgehen.

Der demografische Wandel und die schwache Produktivitätsentwicklung dämpfen das Potenzialwachstum auf 0,1 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts. Wollmershäuser betont die Notwendigkeit tiefgreifender Reformen, um das Wachstumspotenzial nachhaltig zu steigern.

Prognosen und Unsicherheiten

Die Prognose geht davon aus, dass sich der Nahost-Konflikt entspannt und die Straße von Hormus geöffnet wird. Der Rohölpreis könnte ab dem dritten Quartal 2026 sinken. Sollte das Abkommen vom Wochenende keinen Bestand haben, könnten die Energiepreise hoch bleiben und die konjunkturellen bremsspuren größer ausfallen.

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