HDE fordert praxisnahe Umsetzung des geplanten Textilgesetzes
Die Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit beim Handelsverband Deutschland (HDE), Antje Gerstein, hat bei der Umsetzung des angekündigten Textilgesetzes klare und wirtschaftsverträgliche Regelungen verlangt. Unternehmen dürften durch das Gesetz nicht unnötig belastet werden.
Forderung nach bürokratiearmem Modell
Gerstein betonte gegenüber der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe), für den HDE sei bei der Umsetzung ein praxisnahes, bürokratiearmes Modell wichtig, das von der Wirtschaft getragen werde. Finanzielle Belastungen müssten den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und sollten die betroffenen Unternehmen nicht unnötig belasten.
Austausch mit verbänden und Ministerium
Nach Angaben Gersteins steht der HDE mit den zuständigen Verbänden in Kontakt. Mit Verbänden der Textilherstellung und der Abfallentsorgung befinde man sich seit einiger Zeit in einem konstruktiven dialog, um ein Modell zur Umsetzung des Textilgesetzes zu erarbeiten. Auch mit dem zuständigen Ministerium gebe es dazu einen Austausch.
Die Mitglieder des HDE,zu denen nach ihren Worten viele Textilhersteller und -händler zählen,stünden zu ihrer Verantwortung. In der Einführung der Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien sähen sie eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern.
Hintergrund: Angekündigtes Textilgesetz
Am Wochenende hatte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) ein neues Textilgesetz angekündigt, das die Hersteller an den Entsorgungskosten beteiligen soll. Mit dem Gesetz soll eine EU-Vorgabe aus dem vergangenen Jahr umgesetzt werden.










