Ökonom Lars Feld für Anhebung der Pendlerpauschale
Der Ökonom Lars Feld hat sich für eine Erhöhung der Pendlerpauschale ausgesprochen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ erklärte Feld, dass eine Anhebung aus ökonomischer Sicht mit dem Nettoprinzip gut begründbar sei und nicht in die Preisbildung eingreife. Er schlug vor, die Pendlerpauschale auf 45 Cent je Kilometer zu erhöhen.
Schnelle Entlastung für Bürger
Feld sieht in der Erhöhung einen Weg zur schnellen Entlastung der Bürger. Diese könnten die Entlastung bereits im laufenden jahr spüren, wenn sie die Anpassung auf ihrer Lohnsteuerkarte eintragen ließen.Nach einer Daumenregel würde eine Anhebung um einen Cent pro Kilometer die Arbeitnehmer um rund 230 Millionen Euro entlasten. Insgesamt würde dies zu Einnahmeausfällen für den Staat von rund 1,6 Milliarden euro führen.
Widerstand gegen Spritpreisdeckel
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) regt ebenfalls eine Erhöhung der Pendlerpauschale an. Feld lehnt hingegen einen von der SPD geforderten Spritpreisdeckel ab. Er argumentiert, dass Preisdeckel und Tankrabatte die Preise verzerren, die signalisieren, dass Öl und Sprit knapper werden. Diese Preissignale seien notwendig, damit die Nachfrage sinkt und sich an das sinkende Angebot anpasst.Zudem hätten Preisdeckel und Tankrabatte den Nachteil, dass sie für alle gelten und es daher zu teuren Mitnahmeeffekten komme.
Hintergrund
Lars Feld war von 2011 bis 2021 Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, bekannt als die „wirtschaftsweisen“. Er beriet zudem Finanzminister Christian Lindner (FDP).



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